Marie-Kristin Wittmann war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin der HSG Ca-Mü-Max. Foto: Archivfoto: Holger Strehlow - Archivfoto: Holger Strehlow

Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See gewinnen mühelos bei der TSV Nordheim 2 mit 28:15.

Bad CannstattDer Spielplan scheint es gut zu meinen mit den Frauen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See. Zum Saisonauftakt wurde die lösbare Aufgabe Weinstadt erfolgreich bewältigt. Auch die nächste Hürde, Schlusslicht TSV Nordheim 2, war bestens geeignet, um sie ohne große Mühe zu überspringen, sich weiter einzuspielen und mit einem positiven Gefühl die kommenden Gegner zu bespielen. Und genau das taten die Schützlinge von Trainer Klaus Bender. Zur Pause waren die Nordheimerinnen bei einem 5:11-Rückstand noch auf Sichtweite. Auch nach der Pause ließen die Gäste den Gastgeberinnen zu keiner Zeit die Hoffnung, etwas holen zu können. „In den zweiten 30 Minuten waren wir im Angriff konsequenter, haben es aber aufgrund vieler technischer Fehler verpasst, einen noch höheren Sieg einzufahren“, sagt HSG-Coach Klaus Bender. Doch das sei Jammern auf hohem Niveau, so der Übungsleiter, der die Partie auch zu Trainings- beziehungsweise Übungszwecken nutzte. Wie schon beim Auftakt gegen Weinstadt wechselte er häufig durch, probierte unterschiedliche Formationen aus. „Solche Spiele eignen sich, um verschiedene Dinge mal zu testen.“ Die Testphase ist zumindest in der Abwehr abgeschlossen. Das Herzstück des Defensivverbunds, der Mittelblock ,steht mit Maike Riedel, Katharina Roth und Pauline Kissing. Diese drei wechseln sich für gewöhnlich ab, sodass immer einer Akteurin eine Verschnaufpause gegönnt wird. In Nordheim war dies indes nicht der Fall, Maike Riedel stand die ganzen 60 Minuten auf dem Parkett. Grund: Im Vergleich zum Rückraum herrscht am Kreis Knappheit bei der HSG. Da Christiane Kappies noch im Urlaub verweilte, musste Maike Riedel auch dauerhaft am Kreis mitwirken.

Vor allem mit der Abwehrleistung war Bender wieder zufrieden. „Das passt, da waren wir erneut bärenstark.“ Erfolgreichste Werferin auf HSG war Marie-Kristin Wittmann mit sechs Treffern.

Die lockere Einspielphase hat wohl am kommenden Samstag ab 20 Uhr ein Ende. Die HSG tritt bei der Handballregion Bottwar SG an. Diese hat vier Spiele absolviert, zwei davon gewonnen. Für Bender ist die Partie ein Wiedersehen mit der Vergangenheit. Vor seinem Engagement in Cannstatt war er drei Jahre lang Trainer bei Steinheim/Kleinbottwar, das seit dieser Saison gemeinsame Sache mit Großbottwar unter dem Überbegriff Handballregion macht. Bei der 20:21-Niederlage gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter HC Oppenweiler/Backnang war Bender als Spion in der Halle und hat erkannt: „Es kommt ein anderes Kaliber auf uns zu als die bisherigen Gegner“. Vor allem mit einem enormen Tempo überzeugte die Handballregion. „Dementsprechend ist es wichtig, ein gutes Rückzug zu präsentieren.“ Darüber hinaus stünden zwei gefährliche Einzelspielerinnen in Bottwars Reihen, die man nicht zur Entfaltung kommen lassen dürfe. Aber auf einen Hexenkessel müssen sich die Cannstatterinnen gefasst machen – zuletzt waren 170 laustarke Zuschauer in der Halle.

HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Jennifer Egyed und Marina Rüdinger (beide im Tor); Maike Riedel (3), Nadine Behrens (4), Pascale Stolz (3), Jessica Nitz, Isabel Kaufmann, Luisa Keyerleber (1), Katharina Roth (1), Marie-Kristin Wittmann (6), Pauline Kissing (1), 19 Sonîa Staib (5/2), Anne Burmeister (4).

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