Bei einer Kurden-Demo (hier ein Foto einer ähnlichen Veranstaltung 2024) kommt es zu einem Angriff. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart (Archiv)

Einen Tag nach der in Teilen unfriedlichen Demo zur Solidarität mit Kurden in Rojava geschieht bei einer weiteren Kundgebung ein Angriff. Das Opfer wird schwer verletzt.

Bei einer kurdischen Solidaritätsdemo für die Menschen im syrischen Rojava ist es am Mittwoch zu einem blutigen Zwischenfall gekommen. Aus der Menge der Demonstrierenden heraus wurden zwei Männer attackiert, die dort vorbeikamen, ein 20- und ein 23-Jähriger. Der 23-Jährige wurde bei dem Angriff mit einem Messer oder anderem scharfen Gegenstand niedergestochen und schwer verletzt. Die zwei Männer stammen laut der Polizei aus Syrien.

Die Angreifer können unerkannt fliehen

Die Versammlung am Rotebühlplatz fand unter hoher Polizeipräsenz statt. etwa 150 Personen nahmen daran teil. Die 20 und 23 Jahre alten Männer gingen gegen 18.15 Uhr am Versammlungsort vorbei. Was genau zwischen ihnen und den Kontrahenten vorgefallen war, kann die Polizei noch nicht sagen. Bekannt ist bislang nur, dass es zwischen den beiden syrischen Passanten und einer Gruppe, die zu den Demonstrierenden zählte – und damit mit den Kurden in Rojava auf syrischem Gebiet solidarisch ist –, zu einem Streit kam, bei dem jemand zustach und den 23-Jährigen schwer verletzte. Der 20-Jährige sei geschlagen worden.

Rettungskräfte kümmerten sich um den 23-Jährigen, der dann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Es habe keine Lebensgefahr bestanden. Der Staatsschutz der Stuttgarter Polizei ermittelt nun. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0711/8990 5778 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Am Tag zuvor war es bei einer Kurden-Demo zu Auseinandersetzung zwischen Teilnehmenden und der Polizei gekommen. Es kamen rund 2000 Personen, angemeldet waren weniger als 100 gewesen. Aus der Menge wurde die Polizei mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen und attackiert.