Blick auf die Gemeinde Kupferzell (Archivbild). Foto: dpa/Marijan Murat

Im ehemaligen Corona-Hotspot Kupferzell forschen Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) erneut zum Virus. Aber was wollen sie herausfinden? Und wie viele Menschen machen mit?

Kupferzell - Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) forschen erneut im ehemaligen Corona-Hotspot Kupferzell. Sie wollen unter anderem herausfinden, wie lange sich nach einer Sars-CoV-2-Infektion Antikörper nachweisen lassen, wie ein Sprecher des Instituts sagte. Auch das Blut von bereits Geimpften werde auf Antikörper untersucht.

Insgesamt 540 Menschen wurden nach Angaben des Sprechers zur Untersuchung eingeladen. Mehr als 400 hätten sich schon angemeldet. Bis zum 25. Juni werden sie nun in sogenannten Medibussen, einer Art mobiler Arztpraxis, untersucht. Dabei wird auch erfasst, welche Langzeitfolgen die Befragten nach einer Covid-19-Erkrankung bemerken. Zunächst hatte der SWR berichtet.

Bereits zum dritten Mal in der Gemeinde

Das Team vom RKI ist bereits zum dritten Mal in der Gemeinde im Hohenlohekreis unterwegs. Die Folgeuntersuchung mit denselben Teilnehmern ermöglicht einen Vergleich der bisher gesammelten Daten. Sie ist Teil einer größeren Studie des RKI und soll gemeinsam mit Daten aus Berlin-Mitte und Bad Feilnbach in Bayern ausgewertet werden. Das RKI wird nach eigenen Angaben voraussichtlich am Ende des vierten Quartals dieses Jahres Ergebnisse veröffentlichen.

Kupferzell im Hohenlohekreis war im März vergangenen Jahres ein Corona-Hotspot. Nach einem Konzert war es zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen. Bei der anschließenden Studie „Corona Monitoring lokal“ hatte das Team des RKI bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund keine Antikörper finden können.

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