Mittags nach Hause oder lieber Foto: dpa/Ralf Hirschberger

Kultusministerin Eisenmann weigert sich, eine Millionenförderung des Bundes für die Ganztagsbetreuung an Schulen zu akzeptieren. Denn viele flexible Angebote im Südwesten seien gar nicht berücksichtigt. Worum geht es genau?

Stuttgart - Eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den 16 Ländern über eine Förderung der Ganztagsbetreuung an Grundschulen liegt auf Eis, weil das Land Baden-Württemberg als einziges die Unterschrift verweigert: Dies berichtete die ARD am Montag. Es geht um die Zahlung von 750 Millionen Euro an Bundesmitteln, die in den Aufbau der Ganztagsbetreuung gesteckt werden sollen. Von 2025 an sollen alle Grundschüler ein Recht auf Ganztagsbetreuung erhalten. Ein Streit über die Art der Betreuung schwelt schon länger. Das Kultusministerium in Stuttgart hat stets bemängelt, dass das Angebot des Bundes nur für geregelte Ganztagsangebote unter Schulaufsicht gelte. Die im Südwesten bewährten kommunalen Betreuungsangebote – im Fachjargon flexible Betreuung genannt – seien in der Verwaltungsvereinbarung nicht berücksichtigt. Sie seien von Eltern aber stark nachgefragt, die die Angebote sogar tageweise „buchen“ können. Man wolle „keine Zwangsbeglückung“ bei der Ganztagsbetreuung hat Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) früher in dem Zusammenhang betont.

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