Patrick Weigl vom SVG stürmt auf VfL-Akteur Arben Muslija zu. Foto: /Rudel

Schlusslicht VfL Stuttgart glaubt noch an ein Fußball-Wunder

Bad Cannstatt - Nicht überraschend stellt sich der bisherige Saisonverlauf in dieser Staffel dar, besonders was den Klassenprimus angeht: Bezirksliga-Absteiger TSV Rohr – wie von vielen Konkurrenten erwartet – ist Tabellenführer. Mit fünf Punkten Rückstand ist der SV Gablenberg Vize und kann als einziges Team in etwa Schritt halten.

Vfl will acht Siege aus 13 Spielen

Abgeschlagenes Schlusslicht mit sechs Punkten ist der VfL Stuttgart . Auch wenn dem VfL zum Relegationsplatz neun und zum ersten Nichtabstiegsplatz bereits zwölf Punkte fehlen, hat Sasa Djakovic den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben. „Sieben oder acht Siege aus den 13 Partien brauchen wir. Das können wir schaffen“, verbreitet Djakovic, der zusammen mit Emanuel Eduardo das Team nun coacht, Optimismus. Das Auftreten der Mannschaft während der Vorbereitung sowie der Glaube an die eigene Qualität, die durchaus vorhanden sei, aber bislang aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Vorschein trat, würden ihn zuversichtlich stimmen. Darüber hinaus stehe nun ein Team auf dem Feld, bei dem jeder für den anderen kämpfen würde. „Wir haben einen Schnitt gemacht und die aussortiert, die nicht mitziehen wollten. Egal wie sie hießen.“ Aus diesem Grund habe man sich auch von Spielern aus der Zweiten getrennt und diese nun abgemeldet. Neu im Team stehen Kostas Baxevanidis und Theo Lianinos, beide gekommen vom TBU I beziehungsweise TBU II. „Wir kennen beide Akteure und sie werden uns weiterhelfen.“ Auch wenn die Vorzeichen stimmen, bringen den VfL nur Siege – auch zur Steigerung des Selbstvertrauens – weiter. Deshalb soll der erste Dreier morgen (15 Uhr) im Heimspiel gegen den Drittletzten Calcio II eingefahren werden. Da der VfL im Sommer den Bezirksliga-Startplatz (wir berichteten) von Türkspor übernimmt, wird das A-Team aufsteigen. Der Verein will den Klassenerhalt aber auch schaffen, damit „wir in der nächsten Saison einen vernünftigen Unterbau haben“.

Gablenberg fehlt es an Erfahrung

Mit dem Thema Abstieg muss sich der SV Gablenberg wohl nicht mehr auseinandersetzen. Derzeit stehen die Fußballer von der Waldebene mit 31 Punkten auf Rang zwei, fünf Zähler hinter dem TSV Rohr. „Unser Ziel ist, diesen Platz zu verteidigen“, sagt Spielertrainer Thomas Christ. Außer der Tabellenführer würde noch komplett einbrechen. „Wir wollen auf jeden Fall die Relegation spielen, auch um weitere Erfahrung zu sammeln.“ Denn daran würde es der jungen, aber spielstarken Mannschaft ab und an noch mangeln. Der Altersdurchschnitt liege sonntags teilweise gerade einmal bei 22 Jahren. „Wir müssen vor allem gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich selbstbewusster auftreten.“ Bestes Beispiel für die mangelnde Erfahrung sei das Hinspiel beim TSV Rohr gewesen. Die Gablenberger hatten mit vier Siegen aus vier Spielen einen perfekten Saisonstart hingelegt, verloren aber auf dem Rasen in der Dürrlewangstraße unglücklich in der Nachspielzeit. „Die Niederlage hat uns negativ beeinflusst.“ Die Folge: ein Punkt aus den nächsten drei Spielen. „Im Vergleich zur Vorsaison ist es schon viel besser geworden, aber in der Rückrunde müssen wir noch einen Tick konstanter werden“, sagt Christ, den unter anderem die 2:3-Pleite beim FV Germania Degerloch zum Abschluss der Hinrunde wurmt. „Wir waren furchtbar schlecht, haben verdient verloren.“ Dass die Kicker von der Waldau bereits an diesem Sonntag zu Gast auf der Waldebene sind, kommt den Gablenbergern gerade recht. „Wir sind alle heiß drauf, wollen unbedingt Revanche nehmen.“

Nicht zur Verfügung stehen wird Christs Trainerkollege und Stürmer Patrick Weigl. „Er wurde im Winter am Knie operiert und muss noch pausieren.“ Als Alternative in der Offensive steht allerdings Markus Meier bereit, der die Fußballschuhe im vergangenen Sommer eigentlich an den Nagel gehängt hatte, nun aber wieder Lust verspürt. Ein weiterer „Neuzugang“ ist ebenfalls ein alter Bekannter: Maurizio Vetrano hatte aufgrund von Rückenbeschwerden länger pausiert, stand aber bereits Ende der Hinrunde wieder im Kader des SVG. Und zu guter Letzt kann auch Thomas Christ selbst als weitere Verstärkung gezählt werden. Wegen zwei Verletzungen stand er in der Hinrunde mehr neben als auf dem Platz.

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