So soll der Neubau in der Eisenbahnstraße gegenüber des Fellbacher Bahnhofes einmal aussehen. Visualisierung: ARP Architekten Quelle: Unbekannt

Fellbach (red) - Für ein Leuchtturmprojekt fällt jetzt der Startschuss: Nachdem sich der Fellbacher Gemeinderat intensiv mit dem Nutzungskonzept für den geplanten Neubau in der Eisenbahnstraße befasst und im November eine Entscheidung getroffen hatte, kann die Kreisbaugesellschaft Waiblingen mbH nun mit dem Bau des vierstöckigen Wohn- und Geschäftshauses beginnen.

Die Kreisbau, die das Baugrundstück im Erbbaurecht von der Stadt Fellbach erworben hat, konnte jüngst die Bauleistungen zur Errichtung des Neubaus an einen Generalunternehmer vergeben. Zur Vorbereitung der Baumaßnahmen wurde das Baugrundstück jetzt durch einen Bauzaun abgesperrt. Der Beginn der Bauarbeiten ist noch in diesem Monat vorgesehen. Mit der Einzäunung des Baugrundstücks endet auch die von der Stadt bislang geduldete Nutzung als Parkfläche.

Bereits im Jahr 2010 wurde der städtebauliche Ideenwettbewerb für das Sanierungsgebiet „Eisenbahnstraße“ beim Fellbacher Bahnhof entschieden. Der Siegerentwurf sah unter anderem vor, die Eisenbahnstraße um einige Meter nach Norden an die Bahnlinie zu verlegen und auf dem so entstehenden 2800 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau zu errichten. Die Verlegung der Eisenbahnstraße erfolgte dann im Sommer 2014. Die Stadt konnte hierzu finanzielle Fördermittel aus dem Programm „Aktive Orts-und Stadtteilzentren“ von Bund und Land im Sanierungsgebiet in Anspruch nehmen.

Der Planungsentwurf für den Neubau wurde im Sommer 2015 durch eine Mehrfachbeauftragung von vier Architekturbüros ermittelt. Umgesetzt wird der Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros ARP. Im Erdgeschoss des Neubaus wird auf gut 1500 Quadratmeter Fläche die Fellbacher Zweigstelle der Volkshochschule (VHS) Unteres Remstal unterkommen. Das neue Domizil löst die bisherige VHS-Zweigstelle im Altbau in der Theodor-Heuss-Straße 18 ab. Räumlich integriert werden auch die organisatorisch mit der VHS verbundene Jugendtechnikschule und die städtische Jugendkunstschule, die ihre bisherigen Räume in der Hinteren Straße aufgibt.

Im „Kopfbau“, unmittelbar gegenüber des Bahnhofsgebäudes, wird der Sozialträger Neue Arbeit gGmbH eine öffentliche Radstation einrichten. Neben der Verwahrung von Fahrrädern werden die Mitarbeiter auch kleinere Reparaturen übernehmen. In einer Bürofläche des Neubaus wird der künftig für Fellbach zuständige Notar sein Notariat einrichten. Die bisherigen Notariate werden im Zuge der Notariats- und Grundbuchamtsreform zum Jahresende in eine andere Trägerschaft überführt. In den Obergeschossen des Neubaus werden insgesamt 35 Mietwohnungen entstehen, für welche die Stadt Fellbach das Belegungsrecht erhält. „Ich freue mich, dass dieses städtebaulich wichtige Projekt nun realisiert werden kann“, sagt Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. „Es ist für die Stadt in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn. Das Umfeld des Bahnhofs wird weiter aufgewertet und wir können einen weiteren Baustein für den „Bahnhof der Zukunft“ verwirklichen.“

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