Corona-Impfungen sollen eingetragen worden sein, obwohl das Vakzin nicht verabreicht wurde (Symbolbild). Foto: imago images/Lobeca/Felix Schlikis

Weil ein Arzt im Kreis Tübingen unter Verdacht steht, falsche Corona-Impfpässe ausgestellt zu haben, durchsucht die Polizei am Dienstag dessen Praxis und Wohnung. Bei der Durchsuchung finden die Beamten weitere Mängel.

Tübingen - Hat ein Arzt Impfungen gegen das Coronavirus in Impfpässen dokumentiert, obwohl das Vakzin gar nicht verabreicht wurde? Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat der Stadt ermitteln gegen den Mann, der sich mit seiner Praxis in einer Tübinger Kreisgemeinde niedergelassen hat.

Die Ermittlungsbehörden wurden durch Zeugenhinweise auf den Mediziner aufmerksam. Weil sich der Verdacht im weiteren Verlauf erhärtete, untersuchte die Polizei am Dienstag nicht nur die Privat- und Praxisräume des Verdächtigen, sondern auch die Wohnungen mutmaßlicher Abnehmer der gefälschten Impfpässe.

Die Beamten beschlagnahmten Beweismaterial, das nun ausgewertet wird. Bei der Durchsuchung der Arztpraxis fanden die Ermittler zudem erhebliche hygienische Mängel. In der Folge wurde die Praxis geschlossen, bis diese behoben sind.