Unter Andrey Boreyko bringen die Stuttgarter Philharmoniker Mozart, Wagner, Bach und Hindemith zusammen.
Staunen ist Überraschung. Etwas Unerwartetes ist an die Stelle des Selbstverständlichen getreten; wir fragen neugierig: warum? Für Platon stand das Staunen am Anfang der Philosophie. Bei dem Motto „Staunen“, das die Stuttgarter Philharmoniker 2025/26 ihrer großen Konzertreihe gegeben haben, gilt die Neugier aber einem allzu weiten Feld – zumindest aus der Sicht derjenigen, die sich bei großen Meisterwerken der Orchesterliteratur ohnehin stets fragen, wie man solche Klänge bloß erfinden konnte. So konnte man am Samstagabend im Beethovensaal über die anhaltend überwältigende Wirkung von Wagners „Tristan und Isolde“ staunen – zu hören waren das Vorspiel und Isoldes Liebestod. Staunen konnte man auch über die geniale Konstruktion von Paul Hindemiths „Mathis“-Sinfonie.
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