Altistin Marie Henriette Reinhold Foto: Holger Schneider

Hans-Christoph Rademann dirigiert im Stuttgarter Beethovensaal Händels „Messiah“ sehr fein, sehr genau – doch etwas fehlt.

We shall be changed – wir werden verwandelt: Als der Bass Tobias Berndt diese Worte aus Händels Oratorium „Messiah“ („Der Messias“) singt, nein, mit dem ganzen bebenden Körper formt, spürt man deutlich seine innere Erregung. Auch Benedikt Kristjánsson hat zuvor mit seinem klar fokussierten Tenor das Wunder des Lebens und Sterbens Christi in Töne gefasst, und die Altistin Marie Henriette Reinhold ringt der barocken Kunstmusik sehr viel Natürlichkeit ab – obwohl sie die Wiederholungen in ihren Arien mit einem Höchstmaß an kreativem Zierwerk ausstattet.

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