Die Stadt will nach den tödlichen Unfällen nun eine Interimsampel im Seeblickweg bis Mai bauen. Foto: Nagel - Nagel

Die Stadt hat nach den tödlichen Unfällen im Seeblickweg reagiert. Sie will bis Mai eine Ampel bauen als Interimslösung, bis der Kreisverkehr kommt.

HofenNach dem letzten tödlichen Unfall von mehreren in den letzen Jahren im Seeblickweg, hat nun die Stadt reagiert: Um dort die Verkehrssicherheit zu erhöhen, baut die Stadt eine Ampel. Die Stadt will die Verkehrssicherheit im Seeblickweg ausbauen. Dazu wird sie eigenen Angaben zufolge bis Mai einen neuen Ampel-Überweg für Fußgänger schaffen.

Dieser soll an Stelle der vorhandenen Mittelinsel entstehen, wie die Stadt gestern mitteilte. Susanne Scherz, Leiterin der Verkehrsbehörde, erklärte: „Es geht in erster Linie darum, das Sicherheitsgefühl der Fußgänger zu verbessern. Ein Überweg mit einer Ampel ist kurzfristig das richtige Signal.“ Darauf haben sich Vertreter der Stadt und der Polizei vor Ort verständigt, die sich nach dem tödlichen Unfall vom 12. März einen Eindruck verschafft hatten. Scherz erklärte den Angaben zufolge weiter: „Noch ist die Ursache für diesen Unfall rätselhaft. Es gab in den vergangen fünf Jahren zwei weitere Unfälle in diesem Bereich, die in keinerlei Zusammenhang miteinander stehen. Einzige, tragische Gemeinsamkeit ist, dass jeweils ein Fußgänger ums Leben kam.“

Die Unfälle geschahen alle an derselben Stelle. Beim Ortstermin habe Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann laut Stadt eindrücklich die Ängste und Sorgen der Anwohner geschildert. „Auch, wenn die Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachungen in dem Streckenzug bisher keine Auffälligkeiten zeigen, werden wir zusammen mit der Polizei diesen Bereich im Blick behalten“, so Scherz.

Die Fußgängerfurt mit Ampel ist eine Übergangsmaßnahme, bis die Stadt dort den geplanten Kreisverkehr einrichten kann. Dies werde Thema der kommenden Haushaltsberatungen sein. Beschließt der Gemeinderat eine Finanzierung, kann das Tiefbauamt im Herbst 2020 mit dem Bau des Kreisverkehrs beginnen und eine Förderung des Landes beantragen. Die Verwaltung plant, den Gehwegbereich weiter zu ordnen. Außerdem soll eine Leitschwelle mit Minibaken eingerichtet werden, um Autofahrern, die aus Neugereut kommen, in der leichten Rechtskurve die Orientierung zu erleichtern.

Nach Angaben von Polizeisprecher Stephan Widmann gibt es bislang noch keine weiteren Informationen zu dem Unfallfahrer. Wie berichtet, hatte ein 58-Jähriger Autofahrer am 12. März mit seinem Opel Meriva um kurz vor 18 Uhr im Seeblickweg in Richtung Max-Eyth-See auf Höhe Benzenäckerstraße die Verkehrsinsel überfahren und eine 80-jährige Frau erfasst, die auf der Mittelinsel stand. Warum der Fahrer die Mittelinsel überfuhr, ist bislang unklar. Die Polizei erstellt derzeit ein Gutachten dazu.

In den vergangenen Jahren hatten Anwohner des Kochelseewegs immer wieder auf die gefährliche Stelle und die Unfälle hingewiesen und zuletzt eine Interims-Ampel gefordert, bis der Kreisverkehr kommt. Sie hatten zuvor Unverständnis geäußert für Antworten der Stadt, dass es bislang ausreiche, die so genannte „Hüpfinsel“ zu benützen. Peter Niegel, der sich mit den Anwohnern seit einigen Jahren für eine Verbesserung eingesetzt hat, freut sich, dass die Stadt nun reagiert. „Damit ist unser vorrangiger Wunsch erfüllt“, sagte er. Vier Tote in den letzten vier Jahren seien hier zu beklagen gewesen, darunter auch ein Motorradfahrer, so Niegel.

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