John Irving bietet noch einmal alles auf, was Fiktion gegen die Realität vermag. Foto: imago/opale.photo

Ein Roman von John Irving bedeutet ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Doch in „Königin Esther“ tritt etwas Neues in den Kosmos des erzählten Lebens.

Da sind sie also alle wieder: die kleinen süßen Kerlchen, hübsche, winzige Männer, die patriarchalische Größenfantasien schon von ihrer Statur her unterlaufen und sich in körperbetonter Metaphorik durch das Kuddelmuddel der Identitätsfindung ringen; oder die starken Frauen, breitschultrig und mit kräftigen Händen, die in der Regel gleichgeschlechtliche Beziehungen pflegen und sich durch nichts einschüchtern lassen. Auch einer Figur wie Dr. Wilbur Larch ist man schon einmal in einem der schönsten Romane John Irvings begegnet. In „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ steht der Leiter des Waisenhauses St. Cloud’s in Maine seinen Schützlingen in allen noch so komplexen Lebens- und Schwangerschaftslagen zur Seite.

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