Bei dem vermissten Tier handele es sich um eine alte Südafrikanische Korallenschlange. (Symbolbild) Foto: imago images//Michael Weber

Die Kölner Feuerwehr musste am Montagmorgen wegen einer vermissten Giftschlange ausrücken. Das Zehn-Parteien-Haus wurde evakuiert.

Köln - Eine junge Giftschlange ist aus einem Terrarium in einer Kölner Wohnung ausgebrochen. Der Besitzer bemerkte das Verschwinden der Schlange am Sonntag und verständigte nach eigener erfolgloser Suche am Montagmorgen die Feuerwehr, wie die Stadt Köln mitteilte. Es handele sich um eine sechs Monate alte Südafrikanische Korallenschlange von etwa 20 Zentimetern Länge und geringem Durchmesser. Die Bewohner des Zehn-Parteien-Hauses verließen bereits am frühen Morgen ihre Wohnungen und kamen privat unter.

Die Feuerwehr ging am frühen Montagabend davon aus, dass sich das Tier noch in der Wohnung versteckt hielt. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Giftschlange, welche bei einem Biss ein Nervengift freisetzt. Da es ein Jungtier sei, sind die Giftmengen nach Expertenmeinung nicht vergleichbar mit denen eines ausgewachsenen Tieres. Jedoch sei auch hier mit äußerster Vorsicht vorzugehen.

Insgesamt zwölf Schlangen in der Wohnung

In der Wohnung im Kölner Stadtteil Klettenberg werden den Angaben zufolge insgesamt zwölf Schlangen gehalten. Notwendige artenschutzrechtliche Genehmigungen lägen vor.

Die betreffende Wohnung wurde bereits frühzeitig durch die Feuerwehr versiegelt, wie die Stadt Köln weiter mitteilte. Keller- und Außenbereiche wurden demnach umfänglich kontrolliert, Abfallbehältnisse durch die „Fachgruppe Reptilien“ durchsucht.

Keine Gefährdung für die Anwohner

Durch die eingeleiteten Schutzmaßnahmen bestehe aktuell keine Gefährdung für Anwohner. Da es sich um ein wechselwarmes Tier handele, dessen Aktivität von der Außentemperatur abhängt, sei ein weiteres Fortbewegen bei Verlassen des Hauses bei den aktuellen Außentemperaturen unwahrscheinlich. Das Tier würde nach Aussage der Experten umgehend in eine „Kältestarre“ verfallen und bei länger anhaltenden Minusgraden auch verenden.

Die Feuerwehr Köln war am Montag mit knapp über 20 Einsatzkräften vor Ort. Außerdem seien das Ordnungsamt sowie das Umweltamt der Stadt Köln mit dem Veterinärbereich anwesend.

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