Klinikgeschäftsführer Thomas Müller steht auf dem Hügel, der künftig als Militärgelände genutzt werden soll. Drei Kilometer entfernt liegt am Waldrand die Nachsorgeeinrichtung für krebskranke Kinder und verwaiste Eltern. Foto: Horst Haas,

Die Bundeswehr will einen Übungsstandort für das Donaueschinger Jägerbataillon einrichten– in der Nähe der Tannheimer Nachsorgeklinik für krebskranke Kinder. Kriegssimulation und Traumatherapie passen nicht zusammen, sorgt sich der Klinikchef.

Villingen-Schwenningen - Nichts ist zu hören, kein Industrielärm, kein Verkehr. Es ist einfach nur still am Waldsaum von Tannheim, wo sich Thomas Müller nach ein, zwei Schweigeminuten in Rage redet. „Wenn der Übungsstandort kommt, ist das der Genickschuss für unsere Einrichtung“, sagt der Klinikchef und steht an jenem Ort, dessen Stille er um jeden Preis verteidigen will. Drei Kilometer Luftlinie sind es von Kuppe zu Kuppe – von jenem Waldstück mitten im Naturschutzgebiet, das die Bundeswehr nutzen will, bis zur Nachsorgeklinik in Tannheim, einem Stadtteil von Villingen-Schwenningen. Dort werden Kinder behandelt, die angeborene Herzfehler haben, an Krebs oder Mukoviszidose erkrankt sind. „Wir liegen auf gleicher Höhe“, sagt Müller und zeigt auf die Klinik am gegenüberliegenden Hang. „Sie müssen sich mal hier eine Gefechtsübung vorstellen, der Schall kommt direkt zu uns rüber.“

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