In Stuttgart mahnt Fridays for Future unter anderem, dass die Stadt schneller an Klimafolgen angepasst werden müsse. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Kurz vor den Wahlen ruft Fridays for Future in zwölf europäischen Ländern zum Klimastreik auf. Auch in Stuttgart gibt es am 31. Mai einen Demonstrationszug durch die Stadt plus Kundgebung.

Im Rahmen des europaweiten Klimastreiks von Fridays for Future am Freitag, 31. Mai, ruft auch die Stuttgarter Ortsgruppe zu einer Demonstration auf. Für 14 Uhr ist eine Kundgebung am Marktplatz geplant, danach soll es einen Demonstrationszug geben. Den Abschluss bildet eine Kundgebung, welche wieder am Marktplatz ist.

Die Proteste der Klimaaktivisten richten sich gegen einen Rechtsruck und für eine klimagerechte Politik. Anlass sind die Europa- und Kommunalwahlen am 9. Juni. Bei der Kundgebung in Stuttgart sprechen verschiedene Personen zu den Themen Klima, Rechtsruck, Asyl, Flucht, soziale Ungleichheit sowie Bedeutung der Wahlen. Zudem tritt die Stuttgarter Band Shimmer auf.

CO2-Bilanz der EU hat sich verbessert

„Europa hat eine historische Verantwortung für die Klimakrise und ihre Folgen“, sagt Isabelle Gudat von Fridays for Future Stuttgart. Dies bedeute auch, „Menschen hier willkommen zu heißen, die auch aufgrund der Klimakrise fliehen mussten – anstatt sie an den Außengrenzen abzuweisen und sogar sterben zu lassen“.

Die Stuttgarter Klimaaktivistin Nisha Toussaint-Teachout ergänzt, dass sie bereits vor fünf Jahren vor der EU-Wahl fürs Klima gestreikt hätten: „Tatsächlich hat sich die CO2-Bilanz der EU seitdem verbessert.“ Aber das sei nicht genug: „Die Eindämmung der Klimakrise und die klare Kante gegen Rechts müssen sowohl im Gemeinderat in Stuttgart als auch im EU-Parlament oberste Priorität haben“, findet sie.