Beim Konzert im Mozartsaal der Liederhalle bringt das Trio Adorno die großen Emotionen der Klassik auf die Bühne.
Sind das nicht zwei zu wenig? Das Publikum im Stuttgarter Mozartsaal erwartet drei Musiker, aber die Bühne betritt am Freitagabend nur einer. Ohne Instrument, aber mit einem Mikrofon in der Hand. Keine Angst, sagt Lion Hinrichs, die beiden anderen kommen gleich nach. Er sei vorab nur für die Einführung zuständig, „weil Pianisten die meisten Töne haben“. Logisch wird dieser Satz, als der wuschelköpfige Schlaks seine Erläuterungen zu den Musikstücken des Abends mit Musikbeispielen flankiert – eine ebenso bereichernde wie sympathische Inklusivleistung zum Konzert. Und danach tritt tatsächlich das komplette Trio Adorno auf, ein Ensemble, das schon deshalb besonders ist, weil es auch nach gut zwei Jahrzehnten immer noch in der Gründungsformation musiziert.
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