Sprachförderung bereitet diesen Kita-Kindern Spaß. Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch

Das durch Bundesgelder eingesparte Budget soll nicht fachfremd ausgegeben werden.

Stuttgart - Die Mehrheit des Stuttgarter Gemeinderats möchte die Sprachförderung an freien Kitas ausbauen. In einem interfraktionellen Antrag fordern CDU, Grüne, SPD und FDP, dass freie Mittel in Höhe von 578 600 Euro dort investiert werden, anstatt mit der halben Million den städtischen Haushalt zu entlasten.

Geld nicht beliebig investieren

Anlass für den Antrag war die Verlängerung des Bundesprogramms zur Sprachförderung in Kitas bis 2022. Die Kitas erhalten speziell geschultes Personal wie beispielsweise Logopädinnen sowie digitale Infrastruktur. Stuttgart nutzt die Förderung seit 2016 für die städtischen Einrichtungen. Das Geld, das die Stadt durch die Verlängerung des Bundesprogramms einspart, soll den Haushalt entlasten. Die Fraktionen haben sich bereits im Jugendhilfeausschuss dagegen ausgesprochen. „Vielmehr sollte die Verwaltung Vorschläge machen, wo man mit der Sprachförderung noch vorankommen kann“, hat CDU-Stadträtin Iris Ripsam unter Zustimmung der anderen Fraktionen eingewandt. Der Vorschlag der Stadt wurde zurückgewiesen. Stattdessen ist die Verwaltung nun damit beauftragt, ein Modell zur Umsetzung unter Beteiligung der freien Träger auszuarbeiten.

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