Gemeinsames Chorsingen wie vor Coronazeiten gibt es derzeit nicht. Maximal kleine Grüppchen aus einer Handvoll Sänger und Sängerinnen sind für die Gottesdienste erlaubt. Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

Die Kirchen-Musik leidet unter der unfreiwilligen, coronabedingten Singpause. In der Osterzeit wird vielen Menschen bewusst, worauf Publikum und Musiker seit einem Jahr verzichten müssen.

Stuttgart - „Die Chorarbeit leidet enorm. Es fehlen Regelmäßigkeit, Routine und Kondition. Dadurch ist ein gewisser Qualitätsverlust unvermeidbar. Wir werden nach Corona qualitativ sicher nicht da ansetzen können, wo wir im März 2020 gestoppt wurden.“ Christian Weiherer wählt deutliche Worte und diese Gedanken des Domkapellmeisters an St. Eberhard sind repräsentativ, um die gegenwärtige Situation der (Kirchen-)Musik in Coronazeiten zu beschreiben. Gerade in der Passions- und Osterzeit wird vielen Menschen bewusst, worauf Publikum und Ausführende seit einem Jahr verzichten müssen. Statt der in Stuttgart gewohnten Qual der Wahl herrscht in diesen Tagen überwiegend Tristesse, statt der inspirierenden und berührenden Klänge von Bachs Passionen oder anderen großformatigen und groß besetzten Werken muss man sich mit wenig zufriedengeben, falls überhaupt noch musiziert wird.

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