Das ökumenische Zentrum in Neugereut. Foto: Iris Frey

Die evangelische Kirchengemeinde Bad Cannstatt möchte in Steinhaldenfeld künftig ein Kirchenzentrum und nicht in Neugereut. Jetzt äußern sich Katholiken dazu.

Neugereut - Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Bad Cannstatt will ihre Immobilien neu ordnen. Das Ökumenische Zentrum in Neugereut steht auf dem Prüfstand. Die katholischen Kirchengemeinderäte Martin Grimm und Sascha Golombeck schreiben im Gemeindeblatt Stuttgarter Madonna, sie seien von den Plänen und dem Votum des evangelische Kirchengemeinderats Neu-Stein-Hofen für den Standort Steinhaldenfeld als neuer Mittelpunkt der fusionierten Gemeinden überrascht worden. Sie sprechen sich für ein ökumenisches Miteinander im Öku aus. Aus katholischer Sicht gebe es kein Bestreben, das Öku fallenzulassen. Sie verweisen darauf, dass noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. Im katholischen Gemeindebrief wird zu Spenden für das Öku aufgerufen, um den eigens für St. Augustinus wohl notwendigen sechsstelligen Betrag für die Sanierung aufbringen zu können. Auf Nachfrage erklärte Nicole Höfle, Sprecherin des katholischen Stadtdekanats, gestern Abend: Die katholische Kirche in Stuttgart halte an ihren Plänen fest, im Ökumenischen Zentrum eine katholische Kindertagesstätte einzurichten. Die katholische Kirche habe durch die Zeitungsberichterstattung von dem Ausstiegsbeschluss erfahren und sei irritiert gewesen, da es sich beim Öku um Gemeinschaftseigentum handele. Sie wolle die Gespräche mit der evangelischen Kirche wieder aufnehmen, habe dies signalisiert und sei bereit, Teilflächen der evangelischen Kirche zu einem angemessenen Preis zu kaufen, um die von der Stadt genehmigte Kita im Öku einzurichten. Laut Jana Schuster, Vorsitzende des Bürgervereins Neugereut, gebe es 786 Unterschriften für den Erhalt des Öku.