Paul Maar, der hier gerade das von ihm erfundene Sams zeichnet, hat den ersten Eintrag im neuen Lexikon. Foto: dpa/Gregor Fischer

Angeblich sollen Kinder und Jugendliche sich ja schon länger online tummeln. Nun wagt sich auch ein Lexikon für Kinder- und Jugendliteratur dorthin.

Volkach - Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur im fränkischen Volkach wagt mit „Kinder- und Jugendliteratur - Das Online-Lexikon“ einen digitalen Neuanfang. Wie die Akademie auf ihrer Internetseite berichtet, soll das vom Bezirk Unterfranken geförderte Projekt das vormalige Loseblatt-Lexikon zu diesem Bereich aus den Jahren 1995 bis 2017 ablösen.

Sukzessive solle jährlich eine größere Anzahl an Beiträgen erscheinen, heißt es. Diese seien je nach Umfang des Werkes einer Person beziehungsweise einer Institution im Hinblick auf Übersichtlichkeit und schnelle Orientierung seitenmäßig begrenzt. Aufgenommen würden Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren sowie Personen und Institutionen aus den Bereichen Verlagswesen, Vermittlung und Wissenschaft. Am Anfang werde bewusst ein regionaler Schwerpunkt mit Blick auf das Umfeld der Akademie, Unterfranken, Franken und Bayern gelegt, wobei natürlich eine nationale und internationale Ausweitung vorgesehen sei.

Ein Schwerpunkt bei Jüngeren

Am Anfang stünden laut Mitteilung Personen, die mit der Akademie eng verbunden waren oder sind. Dazu gehörten Paul Maar, Hans Adolf Halbey, Heinrich Pleticha, Kirsten Boie und Mirjam Pressler. Eine Ausweitung erfolge dann auf fränkische Literaten wie Friedrich Rückert, E.T.A. Hoffmann und Künstler wie die Comic-Zeichner Hauck & Bauer sowie auf Autoren, deren Namen eng mit Bayern verbunden seien. Beispiele dafür seien Otfried Preußler, Michael Ende und Max Kruse. Ein weiterer Schwerpunkt liege auch auf jüngeren Autoren und Illustratoren wie Lara Schützsack, Judith Burger, Johannes Herwig, Markus Lefrancois und Marco Wagner.

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