Die Baustellen rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof sorgen nach wie vor für Verwirrung bei den Autofahrern. An anderen Stellen in der Innenstadt ist erst mal Schluss mit den Sanierungen. Foto: Leif Piechowski/Leif Piechowski - Leif Piechowski/Leif Piechowski

Mit den Großbaustellen in der Innenstadt ist nun erst mal Schluss. Im November wird nur noch in den Wohngebieten und im Stadtbahnnetz gearbeitet.

StuttgartFür Autofahrer in Stuttgart wird es nur ein schwacher Trost sein, wenn das Tiefbauamt verkündet, dass die Baustellensaison zu Ende ist. Viele Warnbaken und gelbe Straßenmarkierungen bleiben vor allem in der Innenstadt erhalten. Grund sind oftmals die Arbeiten zu Stuttgart 21. Mit der städtischen Aufgabe der Instandhaltung bestehender Straßen hat das nichts zu tun. Eine dieser städtischen Baustellen, die bis ins nächste Jahr bleibt, ist die Sanierung der Stresemannstraße entlang des Killesberg-Parks, wo zudem ein Radweg entsteht. Mit großen Behinderungen auf der breiten Straße wird nicht gerechnet. Ansonsten listet der Baustellen-Kalender für dieses Jahr noch einige Arbeiten an Versorgungsleitungen auf. Betroffen sind Möhringen, Bad Cannstatt, Hedelfingen, Hofen, Zazenhausen, Feuerbach, Zuffenhausen oder Plieningen. Örtlich muss mit engeren Fahrbahnen, vorübergehenden Einbahnstraßen oder Baustellenampeln gerechnet werden. Auf der Nachholliste für die nächsten beiden Wochen stehen Ampelanlagen auf der Hohenheimer Straße beim Bopser und der Konrad-Adenauer-Straße beim Landtag.

Jürgen Mutz, Leiter der Bauabteilung Mitte/Nord beim Tiefbauamt, kämpft bis Ende dieses Jahres noch um ein anderes Loch: das in seinem Haushalt. Er fordert einen Nachschlag von vier Millionen Euro. Um dem Sanierungsbedarf der maroden Straßen auch nur einigermaßen gerecht zu werden, sei ein Etat von 18 Millionen Euro notwendig, so Mutz.

Unter Regie der SSB gibt es Baumaßnahmen im Stadtbahnnetz. Als Nächstes werden am kommenden Wochenende Weichen auf der Weinsteige-Strecke erneuert. Die U 5 fährt dann nur zwischen Leinfelden und Plieningen, zum Killesberg rauf geht es mit dem Bus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird auch zwischen Schlossplatz und Degerlocher Albplatz eingerichtet. Die U 7 fährt am Samstag und Sonntag auf der Strecke der U 15, ohne dort Haltestellen zu bedienen. Ein Wochenende später, am 23. und 24. November, werden Gleise zwischen den Haltestellen Rohrer Weg und Möhringen Freibad erneuert. Die Stadtbahnen fahren an den beiden Tagen aus Richtung Innenstadt nur bis Möhringer Bahnhof.

Mit Straßenarbeiten geht es dann im nächsten Jahr wieder richtig los. Als Großbaustelle steht bereits die Doggenburg-Kreuzung auf dem Plan. Weiteres wird im neuen Jahr entschieden. „Im Januar setzen wir uns mit den anderen Bauträgern in der Stadt zusammen, um einen Fahrplan zu entwickeln“, sagt Mutz. Der Etat spiele eine große Rolle in der Frage, was möglich sein wird. Doch vorerst geht es ruhigeren Zeiten entgegen – auch wegen der Witterung. „Einen Graben kann man immer ausheben, doch die Arbeit mit Asphalt und Beton wird bei bestimmten Kälte- und Feuchtegraden schwierig“, sagt Mutz.

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