Erstmals sind Yaks, zottelige Rinder aus dem Himalaya, in die Wilhelma eingezogen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Stadtbahn U 14 fährt nicht zwischen Haltestellen Mineralbädern und Kraftwerk Münster.

Bad Cannstatt - Wegen Gleisbauarbeiten fährt die Stadtbahnlinie U 14 am Samstag und Sonntag nicht zwischen den Haltestellen „Mineralbäder“ und „Kraftwerk Münster“. Sie wird stattdessen über den Cannstatter Wilhelmsplatz nach Neugereut umgeleitet. Aus dem Herzen Bad Cannstatts fahren jedoch ersatzweise Busse zur Haltestelle Kraftwerk Münster. Diese halten auch auf Höhe der Haltestellen Rosensteinbrücke und Mühlsteg der U 14. Zwischen dem Kraftwerk und Mühlhausen fährt weiterhin die U 14, aber nach anderem Fahrplan. Die Oldtimerlinie 23 des Vereins Stuttgarter Historische Straßenbahnen entfällt. Ersatzweise werden die Fahrten mit einem historischen Oldtimerbus im Zuge der Linie 23 E durchgeführt.

Auf einen Besuch der Wilhelma kann sich die Baumaßnahme, die den Abschluss in diesem Bereich darstellt, ebenfalls Auswirkungen. Zumindest, wenn man mit dem öffentlichen Personennahverkehr anreisen will. Denn neben den Stadtbahnhaltestellen Rosensteinbücke und Mühlsteg entfällt auch der Stopp direkt am zoologisch-botanischen Garten.

Wer gut zu Fuß ist, kann mit dem ÖPNV in Cannstatts Zentrum fahren und von dort über den Neckar spazieren. Alternativ bietet es sich an, vom Wilhelmsplatz entweder mit der Linie U 13 oder einem der Ersatzbusse bis zur „Rosensteinbrücke“ zu fahren. An der Haltestelle stoppen auch die Buslinien 52 und 56 – in letztere kann man am Vorplatz des Bahnhofs Bad Cannstatt umsteigen. Eine weitere Möglichkeit, um zur Wilhelma zu gelangen, stellt die S-Bahn-Station „Nordbahnhof“ dar. Der Fußweg zum oberen Eingang am Schaubauernhof beläuft sich auf 850 Meter.

Wer keine Lust auf Bus und Bahn hat und stattdessen aufs Auto setzen will, sollte beachten, dass die Parkscheine für das Parkhaus der Wilhelma – wie auch die Eintrittskarten – derzeit nur online über die Internetseite des Zoos zu buchen sind. Wie berichtet ist das beliebte Ausflugsziel, das 2019 knapp 1,68 Millionen Gäste empfangen hat, ab dem 17. März corona-bedingt zunächst ganz, später teilweise für Besucher geschlossen gewesen. Unter Auflagen können inzwischen wieder aber fast alle der 1200 Tierarten beobachtet werden.

Neue asiatische Huftieranlage

Ein Publikumsmagnet könnte die 3860 Quadratmeter große asiatische Huftieranlage werden, die nach 14 Monaten Bauzeit jetzt in Betrieb genommen wurde. Neben Trampeltieren und Kaschmirziegen sind auch schon Yaks eingezogen – nach rund 70 Jahren Tierhaltung eine Premiere in der Wilhelma. Im Himalaja-Gebirge leben die zotteligen Paarhufer teilweise in über 4000 Metern Höhe. Ausgewachsen erreichen die Kühe eine Schulterhöhe von 1,10 Meter, die wuchtigen Bullen können bis zu 1,80 Meter hoch werden. Beide Geschlechter haben bis zu ein Meter lange Hörner.

Während man bei den Trampeltieren, die sich künftig das Gehege mit den Yaks teilen, auf Nachwuchs hofft, hat er sich bereits bei der dritten Tierart im Bunde eingestellt: Weil bei den Mesopotamischen Damhirschen gerade ein Kalb zur Welt gekommen ist und weitere Würfe zu erwarten sind, zieht die höchst seltene Hirschart aber noch nicht um. Erst zwei Wochen nach der letzten Geburt darf das kleine Rudel in sein neues Domizil.

Die Gesamtbaukosten der vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg zusammen mit der Wilhelma umgesetzten Anlage liegen bei rund 1,6 Millionen Euro. Für den Ausbau des regionalen Schwerpunkts Asien folgen in den nächsten Jahren als weitere Elemente ein Landschaftsgehege für Sibirische Tiger und ein asiatisches Dorf mit Haustierrassen als Streichelzoo.

Tagesaktuelle Fahrpläne sind unter www.ssb-ag.de oder www.vvs.de abrufbar. Eintrittskarten und weitere Infos zum zoologisch-botanischen Garten gibt es unter www.wilhelma.de.

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