Lange hat er darauf warten müssen. Jetzt hat Atakan Karazor endlich sein erstes Länderspiel für die Türkei absolviert – und sich sehr darüber gefreut.
Als große Ehre hat es Atakan Karazor (29) stets beschrieben, für die Türkei, das Land seiner Eltern, nominiert zu werden. Auf seinen ersten Länderspieleinsatz aber musste der Kapitän des VfB Stuttgart lange warten. Dreimal berief ihn der Nationalcoach Vincenzo Montella – stellte den gebürtigen Essener allerdings nie auf und berief ihn bei einigen Partien sogar nicht einmal in den endgültigen Spieltagskader.
Jetzt ist alles anders: Am Samstagabend hat Karazor sein Länderspieldebüt gegeben – beim 2:0 in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien wurde er in der 81. Minute eingewechselt. Hinterher schrieb der VfB-Sechser auf Instagram: „Ein Traum, der wahr geworden ist! Ich bin unglaublich glücklich und dankbar für diesen unvergesslichen Moment. Das ist erst der Anfang von vielen wertvollen Erfahrungen und großen Erfolgen mit diesem großartigen Team. Ich bin stolz, dieses Trikot zu tragen und bereit für alles, was kommt.“
Vorher hatte sich Karazor trotz der mehrfachen Enttäuschungen und Nicht-Berücksichtigungen im Nationalteam entspannt gegeben und gesagt: „Ich bin geduldig und gebe weiter Gas, um möglichst bald mein Debüt feiern zu können.“ Für den VfB-Profi war es nur eine Frage der Zeit, bis es so weit ist. Mit Montella habe er mehrere Gespräche geführt.
„Ich schaue immer danach, ein gutes Verhältnis zum Trainer zu haben. Das gilt für Stuttgart, aber auch für die Nationalmannschaft“, sagte Karazor. Er wisse um seine Rolle in der türkischen Nationalelf und habe große Konkurrenz im Mittelfeld – jetzt hat der VfB-Kapitän den ersten Schritt und sein erstes Länderspiel gemacht. Weitere sollen folgen. Das nächste womöglich schon an diesem Dienstag, wenn die Türken in der WM-Qualifikation auswärts auf Spanien treffen (20.45 Uhr). Der erste Platz in der Gruppe E und die damit verbundene direkte Teilnahme an der Endrunde im kommenden Jahr ist für die Türkei kaum mehr möglich. Denn Spanien hat drei Punkte Vorsprung – und die um 14 Treffer bessere Tordifferenz.