Persönliche Geschichten und politische Gegenwart sind der rote Faden, der sich durch die Arbeiten der Weißenhof-Meisterschülerinnen und -schüler zieht. Sie stellen in Esslingen aus.
Die Uhr tickt im Foyer der Esslinger Gründerzeitvilla Merkel. Natalija Borovec, Meisterschülerin im Weißenhof-Programm der Bildenden Kunst, hat eine Skulptur aus Metronomen geschaffen. Die schwere Konstruktion rotiert langsam im Takt. Metallisches Ticken erfüllt den Raum, der von der Architektur des 19. Jahrhunderts geprägt ist. Mit dieser Metapher verweist die ukrainische Künstlerin auf die Vergänglichkeit. Erinnerung verblasst im leeren Raum. Mit der Installation weckt die 33-Jährige Assoziationen an den Krieg, der in der Ukraine den Alltag der Menschen bestimmt.
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