Die 19-jährige Jessica Weigelt leidet seit ihrer Geburt an einer Hereditären Spastischen Spinalparalyse (kurz: HSP). Ein Assistenzhund würde ihren Alltag erleichtern. Foto: Caroline Holowiecki

Jessica Weigelt aus Plattenhardt ist wegen eines seltenen Gendefekts im Alltag auf den Rollstuhl angewiesen. Ein Assistenzhund soll ihr mehr Sicherheit geben. Hunderte haben für ihren Traum gespendet. Ein Gespräch mit einer Kämpferin, die Tabus aufheben will.

Plattenhardt - Jessica Weigelt sitzt auf einem Hocker, zieht einen Unterschenkel mit einem Ruck nach oben, legt ihn auf dem anderen Knie ab, streift den Stiefel über. Ihre schlanken Beine zittern leicht. Die Anstrengung, ein bisschen Aufregung ist auch dabei. Ihre Mutter bringt vor der Haustür derweil den Rollstuhl in Position. Langsam, mit staksigen Schritten erklimmt Jessica Weigelt die Stufen vor dem Eingang, bis sie sich endlich in den Rollstuhl fallen lassen kann. Das Haus zu verlassen, ist für die 19-Jährige ein Kraftakt. Kleine Dinge gleichen Herkulesaufgaben. Diese Woche will sie mit Freundinnen essen gehen. Eine banale Unternehmung, die aber so viele Fragen aufwirft. Wer fährt sie hin, wer holt sie ab? Ist das Lokal barrierefrei? Wie steht es um die Toilette? Werden Speisen angeboten, die sie verträgt? „Das braucht viel Kraft und Nerven“, sagt sie.

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