Fellbach (red) - Experimentieren, Untersuchen, Forschen: Seit 2010 bietet die Jugendtechnikschule Fellbach Kindern einen altersgerechten, anschaulichen und motivierenden Zugang zu Technik und Naturwissenschaften. Im Winterhalbjahr werden 55 Kurse angeboten.

Als Ergänzung zum Schulunterricht, der meist von Theorie geprägt ist, steht in der Jugendtechnikschule (JTS) die Praxis im Vordergrund. Kinder und Jugendliche können in kreativer Atmosphäre individuelle Erfahrungen mit Technik machen. Und der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: In den letzten Jahren konnte die JTS ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Zahlen“, sagt Schulleiter Gerhard Peter. Im Jahr 2015 nahmen insgesamt rund 1000 Kinder an den Angeboten der Einrichtung teil. Grund genug, auch das Programm zu erweitern: Inzwischen umfasst es 55 verschiedene Kurse. Ebenfalls beliebt ist die Möglichkeit, Kindergeburtstage in der Jugendtechnikschule zu feiern. Jetzt habe man zum ersten Mal eine reine Mädchengruppe zu Gast, berichtet die organisatorische Leiterin der JTS, Sabine Wahl. Sie hofft, dass dieses Beispiel Schule macht. Das Thema Mädchenförderung wird nämlich nach wie vor großgeschrieben. „Wir haben ein großes Interesse daran, mehr Mädchen für unsere Angebote zu gewinnen“, betont Professor Peter.

Den Verantwortlichen der Jugendtechnikschule ist es außerdem wichtig, dass finanziell schlechter gestellte Kinder und Jugendliche nicht von den Kursen ausgeschlossen sind. Der Unkostenbetrag, der aufgrund der hochwertigen Materialien für die Veranstaltungen anfällt, kann deshalb gegebenenfalls mit einem Ministipendium bezuschusst werden. „Das geht ganz problemlos und unkompliziert“, erklärt Peter. Auch Sprachbarrieren spielten nur eine untergeordnete Rolle und sollten kein Grund sein, sich nicht anzumelden - bislang habe man gute Erfahrungen mit der Integration von Kindern gemacht, die nicht perfekt deutsch sprechen.

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