Foto: Wilhelma - Wilhelma

Ein junger Hengst mit dem Namen Cox verstärkt die Vikunjas der Wilhelma. Das Fell der Kamelart gehört zu den edelsten der Welt.

Stuttgart (red)Mit warmer Wolle gegen kühles Winterwetter kam der jüngste Nachwuchs der Wilhelma in Stuttgart auf die Welt. Seit kurzem verstärkt ein junges Fohlen die drei Vikunjas des Zoologisch-Botanischen Gartens. Der zimtfarbene Hengst erhielt den Namen Cox und trägt wie seine Mutter Lima und Vater Casper das für diese Tierart typische feine Fell. Diese Wolle schützt die kleinen Kamele nicht nur vor Kälte, sondern gilt auch als die seltenste und teuerste Faser der Welt.

„Die Jungtiere kommen bei den Vikunjas immer am Morgen oder Vormittag auf die Welt“, erklärt Tierpflegerin Karina Maurer. „So werden sie schnell von der Sonne gewärmt, denn die Mütter lecken ihre Fohlen nicht selbst trocken.“ Das ist für die Kleinen überlebenswichtig, damit sie ihre erste kalte Nacht überstehen. Vikunja-Stute Lima durfte ihr Jungtier im geschützten Stall zur Welt bringen. Dort haben die beiden die ersten Nächte verbracht, bevor auch die anderen Herdenmitglieder den Neuankömmling kennenlernen durften. Bei trockenem Wetter streift der vier Wochen alte Cox nun regelmäßig auf der Außenanlage umher und lässt sich die Wintersonne auf die Wolle scheinen.

In ihrer Heimat, dem südamerikanischen Andenhochland, ziehen die Vikunjas durch karge Berglandschaften in bis zu 5500 Metern Höhe. Kühlen Temperaturen und eisigen Winden widerstehen sie dank ihres isolierenden Haarkleids. Schon bei den Inkas galt Kleidung aus Vikunja-Wolle als sehr wertvoll und war dem hohen Adel vorbehalten.

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