Ende einer Odyssee: Der Bildhauer Gustinus Ambrosi legt den Schädel Haydns 1954 feierlich in den Sarg. Foto: akg-images/Erich Lessing

Anfang Juni 1809 wird in Wien der Komponist Joseph Haydn zu Grabe getragen. Als man den Leichnam elf Jahre später exhumiert, fehlt vom Kopf des berühmten Musikers ­jede Spur. Die Causa Haydn – sie ist einer der spektakulärsten Fälle der Kriminalgeschichte.

Wien - Im Mai 1809 marschierten französische Truppen in Wien ein. In den Folgetagen war die Donaumetropole in heller Aufregung, und so blieb in dem Gewirr von Furcht und Hoffnung und Gerüchten weithin unbemerkt, dass der greise Joseph Haydn, der hochgeehrte Meister der Tonkunst, am frühen Morgen des 1. Juni verstorben war. Bereits einen Tag später trugen wenige Getreue den Sarg hinaus auf den Friedhof vor der Hundsthurmer Linie, heute im 12. Wiener Gemeinde­bezirk Meidling, wo der Meister ohne jegliches Aufsehen bestattet wurde.

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