„Music is back“: Chilly Gonzales am 14. September 2021 bei Jazz Open im Alten Schloss Foto: Reiner Pfisterer/Jazz Open

Nachtkritik: Der kanadische Pianist Chilly Gonzales und das Jazz Open-Publikum im Alten Schloss waren sich einig: Sie haben gemeinsam die Rückkehr der Live-Musik gefeiert.

Stuttgart - Im obligatorischen Morgenmantel mit den obligatorischen Pantoffeln betritt der kanadische Pianist Chilly Gonzales die Jazz Open-Bühne im Alten Schloss, und er wirkt aufgekratzt: „Music is back!“ wird er seinen Besuchern zurufen, die ihn von Anfang an feiern für seinen Musik-kabarettistischen Ansatz, seine virtuosen Kabinettstückchen und sein Gespür für die Essenz von Musik – egal, welcher Epoche.

„,Eleanor Rigby von den Rolling Stones‘“, „,Eine kleine Nachtmusik‘ von Joseph Haydn“ und „,Le sacre du printemps‘ von einem russischen Komponisten“ verarbeitet Gonzalez zu einer Melange, in der das Wesen der Stücke satirisch durchscheint. Die vier Streicher des Kaiser Quartetts untermalen die Performance des Pianisten, dessen Material häufig wie Filmmusik klingt – und irgendwie vertraut, als hätte man sie schon mal irgendwo gehört.

Eine furioser Abschluss der ersten Phase des Festivals

Mit lautem Jubel und Ovationen im Stehen verabschiedet das Publikum Chilly Gonzales, der für einen furiosen Abschluss gesorgt hat in der märchenhaften Atmosphäre im Innenhof des Alten Schlosses. Nun beginnt mit dem Oasis-Sänger Liam Gallagher Phase zwei der Sonderausgabe von Jazz Open 2021: Das große Open Air auf dem Schlossplatz.

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