Großer Jubel beim neuen Europameister Italien. Foto: AFP/MICHAEL REGAN

Der neue Fußball-Europameister heißt Italien. Im Finale an diesem Sonntag besiegte die Squadra Azzurra das Team aus England mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

London - Italien ist neuer Fußball-Europameister. In einem spannenden Finale im Londoner Wembley-Stadion gewann die Auswahl von Trainer Roberto Mancini an diesem Sonntag mit 3:2 im Elfmeterschießen. Zuvor hatte es nach 120 Minuten 1:1 gestanden.

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Im ersten Durchgang erwischte England einen Traumstart: Luke Shaw traf traf nach 117 Sekunden zur 1:0-Führung der Three Lions – und erzielte das schnellste Tor in einem EM-Finale. Der zuvor schnellste Treffer war Chus Pereda am 21. Juni 1964 im Endspiel der Spanier gegen die Sowjetunion gelungen, der Spanier traf damals nach 317 Sekunden. Mit der frühen Führung im Rücken agierte England nun selbstbewusst, während Italien sich zunächst einmal finden musste. Bis auf ungefährliche Abschlüsse von Federico Chiesa (35.) und Marco Verratti (45.+2) wollte der Squadra Azzurra allerdings nicht viel gelingen. Mit 1:0 für England ging es folglich in die Kabinen.

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Nach der Pause gab es zunächst keine spektakulären Torszenen in einer mitunter zerfahrenen Partie. In der 57. Minute versuchte es Lorenzo Insigne aus spitzem Winkel – doch Keeper Jordan Pickford war zur Stelle. Fünf Zeigerumdrehungen später war der Torhüter des FC Everton erneut zur Stelle, diesmal gegen Juventus-Profi Federico Chiesa. Doch der Druck der Italiener wurde immer größer – und so fiel folgerichtig der Ausgleich: Nach einem Eckball war Leonardo Bonucci (67.) zur Stelle – und ließ das Wembley mit seinem 1:1 verstummen. In der Schlussphase riskierten beide Teams nicht mehr viel. So ging es in die Verlängerung.

Italien mit dem besseren Ende

Dort hatte Kalvin Phillips nach sechs Minuten den ersten Abschluss – der Flachschuss des Leeds-Profis ging indes knapp am Tor vorbei. Mit 1:1 ging es auch in die letzten 15 Minuten dieses Endspiels. Jordan Pickford und Gianluigi Donnarumma hatten hier mit Halbchancen ihrer Gegner nur wenig Mühe.

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Schließlich ging es nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Hier hatte Italien mit 3:2 das bessere Ende für sich. Während erst Andrea Belotti und dann Jorginho bei der Squadra Azzurra nicht trafen, scheiterten bei den Three Lions die spät eingewechselten Marcus Rashford und Jadon Sancho sowie Bukayo Saka als letzter Schütze. Italien jubelt – England hingegen verpasst den größten Erfolg seit 1966.

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