Für die Öffentlichkeit ist der israelitische Friedhof Foto: Andrea Eisenmann

Vor 150 Jahren wurde der israelitische Friedhof gegenüber dem Steigfriedhof angelegt. Für die wachsende Zahl an jüdischen Bürgern in Cannstatt erfüllte sich damit ein lang gehegter Wunsch, konnten sie jetzt doch in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes bestattet werden. Viele Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhe – dazu gehört die Großmutter von Albert Einstein.

Der Kauf eines Ackers in der Flur „Auf der Steig“ war der entscheidende Schritt. 1872 konnte die neugegründete israelitische Gemeinde Cannstatts das Grundstück erwerben. Noch im selben Jahr wurde der Friedhof angelegt. Damit erfüllte sich für viele der 256 Gemeindemitglieder ein lang gehegter Wunsch. Denn bis zu diesem Zeitpunkt waren die in Cannstatt verstorbenen jüdischen Einwohner überwiegend im israelitischen Teil des Hoppenlaufriedhofs oder im jüdischen Friedhof in Hochberg (Stadtteil von Remseck) beigesetzt worden. Die ersten Bestattungen an neuer Stätte datieren auf den Dezember 1873. Dabei handelte es sich um einen 13 Monate alten Jungen. Kurz nach Weihnachten wurde eine 26-jährige Frau beigesetzt.

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