Hinter dem Cannstatter Bahnhof soll ein Hotel gebaut werden. Foto: Janey Schumacher - Janey Schumacher

Der Bereich rund um den Südausgang des Cannstatter Bahnhofs soll sich in den nächsten Jahren verändern. Unter anderem ist hier ein Hotelneubau geplant.

Bad CannstattDer Bereich hinter dem Cannstatter Bahnhof soll sich in den nächsten Jahren verändern. Unter anderem ist hier ein Hotelneubau geplant. Wie berichtet, will der Investor AVW Immobilien AG aus Hamburg am Standort ein Hotel der Drei-Sterne-Kategorie für etwa 160 Zimmer auf dem Bunker in der Kegelenstraße 17 bauen – inklusive Vorplatz mit wenigen Stellplätzen. Bislang gibt es zwar noch keine Genehmigung, ein Baugesuch wurde aber Anfang des Jahres von dem Unternehmen bei der Stadtverwaltung eingereicht, sagt Pressesprecher Dirsko von Pfeil. Derzeit prüft das Baurechtsamt die Pläne: Manche Punkte müssten noch einmal überarbeitet werden, sobald diese Änderungen erfolgt sind, könne eine Genehmigung erteilt werden, heißt es aus der Behörde. Wenn die Pläne vom Bauherrn zügig geändert werden, sei dies noch vor dem Sommer möglich. Wann mit dem Bau begonnen werden soll, sei zur Zeit noch unklar.

Baupläne vorstellen

Dort, wo das Hotel gebaut werden soll, befinden sich Bunkerräume. Darin wird seit dem Jahr 2013 vom Sozialunternehmen Neue Arbeit eine Fahrradstation betrieben. Hier kann man sein Fahrrad für einen symbolischen Betrag von 50 Cent für einen Tag unterbringen, auch Reparaturen werden von den Mitarbeitern durchgeführt. Die Fahrradstation soll laut Planungen des Investors erhalten bleiben. Die Firma AVW Immobilien AG stünde deshalb bereits in Kontakt mit den Verantwortlichen der Neuen Arbeit, sagt von Pfeil. „Uns wurde in Aussicht gestellt, während der Umbauzeit eine Interimslösung mit Containern in der Kleemannstraße einzurichten“, sagt Uli Rabeneick, stellvertretender Geschäftsführer bei der Neuen Arbeit. Der Investor habe bereits Interesse bekundet, die Radstation in den neuen Gebäudekomplex zu integrieren. Dennoch will Rabeneick den Tag nicht vor dem Abend loben: „In unserer schnelllebigen Zeit ist fast nichts mehr sicher, sodass wir abwarten müssen.“ Fest steht allerdings, dass die Neue Arbeit über einen unbefristeten Mietvertrag für das Gebäude mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist verfügt, der bislang noch nicht gekündigt wurde.

Die Umgestaltung des Bereichs hinter dem Bahnhof treibt auch den Cannstatter Bezirksbeirat schon seit längerem um. Hier sieht zum Beispiel die Fraktion der Grünen weitere Gestaltungsmöglichkeiten: Verbessert werden müsse zum Beispiel die Fußwegeinfrastruktur mit Querungsmöglichkeiten zwischen Kegelenstraße und Elwertstraße sowie zur Daimlerstraße. In diesem Zusammenhang fordern die Grünen außerdem, auf Höhe der Kegelenstraße mit einer Rampe einen barrierefreien Wasenzugang zu schaffen.

Auch ein Tunnel als Verbindung zur Kleemannstraße ist aus Sicht der Fraktion notwendig, um die Hauptzugänge des Bahnhofs zu Stoßzeiten – wie etwa bei Veranstaltungen – zu entlasten. Die Umgestaltung der Wegeplanung und die Tunnelverbindung müssten jedoch mit den Plänen des Hotelneubaus abgestimmt werden. Eine Präsentation der Pläne fordert der Bezirksbeirat ohnehin. Zwar ist es laut Investor derzeit nicht vorgesehen, diese dem Gremium vorzustellen, grundsätzlich stehe das Unternehmen einer Präsentation aber offen gegenüber, sagt von Pfeil.

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