Obertürkheims Trainer André König mit seinen neuen Spielerinnen Foto: /VfB Obertürkheim

Für den Coach und seine Regionalliga-Fußballerinnen zählt nur der Klassenverbleib – Heimspiel am Sonntag gegen den SV Alberweiler.

Obertürkheim - Für Furore sorgen die Fußballerinnen des VfB Obertürkheim seit vielen Jahren. Zuletzt hatte man jedoch Glück, dass man in der Regionalliga geblieben ist. Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) starten die VfB-Damen mit dem Heimspiel gegen Alberweiler in ihre zweite Regionalliga-Saison, die laut Trainer André König „gerne unaufgeregter verlaufen kann als die vergangene“.

Herr König, freuen Sie sich, dass es nach der langen Corona-Pause am Sonntag wieder um Punkte geht?

Ich freue mich natürlich sehr, dass es nach der langen Corona-Pause endlich wieder los geht.

Die Saison ist eine Besondere, mit einem besonderen Modus.

Das stimmt. Ich finde den neuen Modus überaus interessant und freue mich auf die bevorstehende Herausforderung. Die Regionalliga besteht kommende Saison aus zwei Gruppen mit einmal acht und einmal sieben Mannschaften. In den jeweiligen Gruppen gibt es ein Hin- und Rückspiel, sozusagen die Vorrunde. Die ersten drei Platzierten aus unserer Gruppe – eine Siebener-Gruppe – spielen in der Rückrunde gegen die ersten vier Platzierten aus der Achter-Gruppe um den Aufstieg. Punkte und Tore werden hierbei mitgenommen. Man spielt in der Rückrunde ausschließlich gegen Teams, gegen die in der Vorrunde noch nicht gespielt wurde. Die Letztplatzierten aus den jeweiligen Gruppen der Vorrunde spielen in der Rückrunde Playoffs um den Abstieg. Die Abstiegsrückrunde besteht aus acht Teams von denen fünf direkt absteigen.

Was ist das Ziel in der ersten Siebener-Gruppe?

Unser Ziel für die Siebener-Gruppe, also die Vorrunde, ist es, so viele Punkte wie nur möglich zu sammeln. Hierbei möchten wir an der Aufgabe ‚Regionalliga’ weiter wachsen und uns stetig weiterentwickeln. Bestenfalls erreichen wir einen der ersten drei Plätze.

Und dann?

Sollten wir in die acht Mannschaften starke Abstiegsrunde kommen, gilt es natürlich, unter die ersten Drei zu kommen und den Klassenerhalt zu schaffen. Würde uns der Sprung in die Aufstiegsrunde gelingen, würden wir die restliche Runde sorgenfrei genießen können.

Sie haben im Vorjahr während der Vorrunde das Traineramt übernommen. Es wäre aber dennoch schwer geworden, die Liga zu halten. Der Corona-Abbruch kam zum richtigen Zeitpunkt, gab es doch keine Absteiger und so spielt der VfB auch eine zweite Saison in der Regionalliga. Was stimmt Sie zuversichtlich, dieses Mal auf dem Feld die Klasse zu halten?

Seit meiner Übernahme im vergangenen November kann ich eine sehr gute Entwicklung bei jeder einzelnen Spielerin verzeichnen.

Wo besteht noch Handlungsbedarf?

Handlungsbedarf ist nicht ganz der passende Ausdruck. Ich würde sagen, dass wir noch viel Entwicklungspotenzial haben, an dem wir Woche für Woche weiter arbeiten werden.

Nun gab es wieder Zuwachs an der Hafenbahnstraße. Wie sind die neuen Spielerinnen einzustufen?

Die Neuzugänge Jennifer Dörner vom TSV Lustnau, Hanna Haug vom TSV Münchingen und Michelle Joy Martins vom VfL Sindelfingen werden dem Team in der kommenden Saison definitiv eine Verstärkung sein. Sie haben sich bereits super eingebracht und fühlen sich sichtlich wohl in Obertürkheim. Auch hier gibt es großes Entwicklungspotenzial, welches eine tolle Zukunft verspricht.

Zum Auftakt der sogenannten Regionalliga-Süd-Quali-Gruppe 2 empfängt ihr Team am Sonntag, 14.30 Uhr, den SV Alberweiler – drei Punkte?

Der SV Alberweiler wird einer der stärksten Gegner in der kommenden Saison sein. Nichtsdestotrotz wird es unser Anspruch sein, dass drei Punkte in der Hafenbahnstraße bleiben.

Die Fragen stellte Torsten Streib

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