Die giftigen Bitterstoffe blieben auch beim Kochen erhalten. Foto: dpa/Andrea Warnecke

Das baden-württembergische Ministerium für Verbraucherschutz warnt vor bitter schmeckenden Zucchini und Kürbisgewächsen. Diese Inhaltsstoffe seien nicht nur bitter, sondern extrem giftig und könnten im Extremfall lebensbedrohlich sein.

Stuttgart - Das baden-württembergische Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz warnt vor dem Verzehr von bitter schmeckenden Zucchini und Kürbisgewächsen. Diese pflanzeneigenen Inhaltsstoffe seien nicht nur bitter, sondern extrem giftig und könnten im Extremfall lebensbedrohlich sein, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Samstag in Stuttgart.

Möglichst jung ernten

Die giftigen Bitterstoffe blieben auch beim Kochen erhalten, heißt es weiter. In den Jahren 2015 und 2019 sei es in Baden-Württemberg zu Vergiftungsfällen durch bittere Zucchini gekommen, bei denen häufig ältere Personen betroffen waren, weil diese den Bittergeschmack nicht mehr so intensiv empfinden. Zucchini sollten deshalb möglichst jung geerntet und niemals in der Nähe von Zierkürbissen gepflanzt werden, hieß es.

Das Ministerium empfiehlt zudem, vor der Zubereitung von Zucchini und Kürbissen die Rohware vorsichtig zu probieren und bittere Exemplare zu entsorgen. Bei gekaufter Ware wird geraten, das Produkt umgehend beim Händler zu reklamieren. Wer sich mit seiner Beschwerde nicht ernst genommen fühle, könne sich auch an die Lebensmittelüberwachung wenden, so das Ministerium weiter. (1320/24.05.2020)

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