Polizisten mit Gasmasken schießen in Hongkong Tränengas auf Demonstranten. Foto: dpa

Den Demonstranten ist der Protest entglitten und die Regierung versagt. Die Studenten müssen einen Gang zurück schalten, kommentiert Christian Gottschalk. Nur so könnte China gesichtswahrend einen Ausweg finden.

Stuttgart - Den absurden Ausbruch von Gewalt in Hongkong, der sich seit Monaten beobachten lässt, kann nur verstehen, wer den Blick in die jüngste Vergangenheit richtet. Immer wieder haben es die Hongkonger in den vergangenen Jahren mit friedlichen Protesten versucht – und aus ihrer Sicht nicht viel damit erreicht. Peking hat seinen Einfluss auf die Sonderverwaltungszone immer weiter ausgedehnt und versucht, das offizielle Motto von einem Land und zwei Systemen so zu interpretieren, dass sich auch die Systeme nicht mehr allzu sehr unterscheiden. Es ist daher schon nachvollziehbar, wenn diejenigen, die das nicht wollen, in ihrer Verzweiflung andere Wege gehen als nur noch Protestmärsche. Mit Pfeil und Bogen auf Polizisten zu schießen, Brandbomben zu werfen und Gewalt als Taktik zu wählen ist aber mit Sicherheit der falsche Weg. So wie es der falsche Weg ist, wenn die Sicherheitskräfte scharf schießen und Menschen festnehmen, an deren Friedfertigkeit kein Zweifel besteht.

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