Die Mauersubstanz der Burgruine soll begutachtet werden. Foto: Bürgerverein Hofen

Um die Burgruine Hofen soll es verschiedene Verbesserungen geben. Die Stadt will ein Gutachten zum Gemäuer erstellen lassen. Die kaputten Geländer werden repariert und ersetzt.

Hofen - Die Berichterstattung über die Probleme rund um die Burgruine zeigen Wirkung: Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) traf sich mit Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann und Sabine Schick-Kurfeß, Vorsitzende des Bürgervereins Hofen, zu einem Vor-Ort-Termin.

Ein großes Problem ist der Vandalismus: Wie berichtet, sind vor allem die Geländer beschädigt. Unter anderem beim Abgang zum Hirschgraben. Zusammen mit der Stadt war deshalb der Vorschlag einer Halbschranke diskutiert worden. Eine Lösung, mit der Schick-Kurfeß gut leben könnte. Sie freute sich über das angenehme Gespräch mit den Vertretern und dass die Stadt so schnell reagiert habe.

Ein Poller, der bisher die Zufahrt zur Burguine beschränkt hatte, wurde herausgerissen. Seitdem war Tür und Tor für illegales Parken im Hof der Burgruine geöffnet. Die Zufahrt soll laut Stadtsprecher Martin Thronberens jetzt stabiler und mittels einer schließbaren Halbschranke versperrt werden. Das GFF will einen Zugangsbereich planen und dem Bezirksbeirat vorstellen. Was den starken Bewuchs von Efeu am historischen Gemäuer betrifft, so soll auch dies verbessert, gelüftet und eingekürzt werden. Lediglich die Bereiche, die etwa direkt aus der Wand wachsen, werden entfernt. Auch die Mauersubstanz, bei der der Bürgerverein Probleme durch Feuchtigkeit bemängelt hatte, soll durch ein Gutachten untersucht werden. So hätten sich im Bereich der Brücke Risse gebildet. An der Burgruine selbst seien schwarze Flecken und Moos zu sehen, was auf eine hohe Feuchtigkeit der Mauer hinweise. Schon vor etlichen Jahren hatten Bürgervereinsmitglieder auf diese Mängel hingewiesen insbesondere auch, was die Mauerkrone betrifft. Der fehlende Zaun am Abgang zum Pfadfinderhaus soll ersetzt werden. Der Bürgerverein hatte auch hier auf mangelnde Sicherheit verwiesen. Der fehlende Holz- soll durch einen Stahlzaun ersetzt werden. Die Holzgeländer werden regelmäßig repariert, erklärt Thronberens. „Sie dienen dem Schutz seltener und geschützter Pflanzen.“ Seit 1999 ist die Stadt Stuttgart Eigentümerin der Burgruine, sie hatte das Kleinod aus Privatbesitz gekauft und öffentlich zugänglich gemacht.

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