Viele Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg kommen ihren Mitgliedern bei den Beiträgen entgegen. Foto: dpa/Marijan Murat

Wie die IHK Region Stuttgart verschieben auch andere Verbände die Erhebung von Kammerbeiträgen. Das hat Folgen für die Kammern.

Stuttgart - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart verschiebt die Erhebung der Kammerbeiträge auf den Sommer. Dies erklärte eine Sprecherin der Stuttgarter IHK. Außerdem würden bei offenen Forderungen etwa bei Beiträgen und Gebühren Stundungen gewährt, soweit ein entsprechender Antrag mit der Corona-Krise begründet werde. Aufgrund der Wirtschaftslage sei schon heute abzusehen, dass das Beitragsaufkommen wegen der Corona-Krise „massiv einbrechen wird“, sagte die Sprecherin. Die noch bestehende Rücklage in Höhe von sechs Millionen Euro werde die Einbußen voraussichtlich nicht abdecken können. Die kammerkritische Kakteen-Gruppe hatte die IHK ebenfalls aufgefordert, Beiträge vorerst auszusetzen oder zu erlassen.

IHK muss auf Rücklagen zurückgreifen

Die IHK Reutlingen stellt die Beitragserhebung für Kleinunternehmen ebenfalls zurück. Nach den Angaben von Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp handelt es sich dabei um Beträge zwischen 40 und 120 Euro jährlich. Die IHK habe Rücklagen gebildet, „die jetzt auch eingesetzt werden“. Von der Maßnahme würden 13 000 Mitgliedsbetriebe profitieren. Auch die IHK Ulm verschiebt nach den Angaben eines Sprechers die Beitragsveranlagung. Die IHK Heilbronn erklärte, die Kammer habe die Erhebung zu den Beiträgen für Kleingewerbetreibende ­verschoben.

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