Kristin Göpfert als die ältere Hildegard Knef in „Der geschenkte Gaul“ Foto: Patrick Pfeiffer

Das Musical „Der geschenkte Gaul“ an der WLB Esslingen handelt vom Leben der deutschen Ikone Hildegard Knef. Christoph Biermeier und dem Ensemble gelingt eine feine Hommage.

Spielen, singen, schreiben: Hildegard Knef war ein Allroundtalent. Kein Song zeigt die Qualität ihrer Texte so unmittelbar wie ihr Welthit „Rote Rosen“. Ihre eigene Interpretation bleibt unerreicht: „Will alles“ klang aus ihrem Mund wie das Knurren einer Löwin, bevor sie ihre Beute packt. Und dann dieses genussvoll-böskatzige Hineinschnurren ins „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Wenn Knef sang: „Die Welt sollte sich umgestalten“, war klar: bitte ausschließlich in ihrem Sinne. Und dass gleich die ganz Welt „ihre Sorgen für sich behalten“ solle: das unterstrich sie, in dem sie „Sorgen“ mit einem vokalen Schlag ins Genick versah und das „sich“ gefährlich zischen ließ.

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