Fellbach – das Wanderparadies zwischen den Weinreben auf dem Kappelberg. Foto: Florian Kolb/Stadt Fellbach (z) - Florian Kolb/Stadt Fellbach (z)

Der deutsche Wanderverband hat sich für die Ausrichtung des Wandertages 2022 in der Kappelbergstadt ausgesprochen. Zu dem Treffen werden rund 50 000 Menschen erwartet.

Fellbach Mit rund 700 Kilometern Wanderwegen, einer tollen Infrastruktur und unserer bekannten Genussregion haben wir überzeugt“, freuen sich der Vorsitzende des Schwäbischen Albverein (SAV), Hans-Ulrich Rauchfuß, und Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull über den Zuschlag: Die Delegierten der Jahrestagung des Deutschen Wanderverbandes stimmten in der vergangenen Woche für die Ausrichtung des Wandertages 2022 in der Kappelbergstadt und damit für Fellbach als Wanderhauptstadt. Die schriftliche Bewerbung für die Großveranstaltung hatten der SAV zusammen mit den Kommunen bereits im Dezember vergangenen Jahres eingereicht.

Zusammen mit den Kommunen der Remstal Gartenschau sowie Aichwald, Schwaikheim und Winnenden hat sich der SAV für die Austragung des Wandertages 2022 in der Kultur- und Landschaftsregion Remstal beworben. Sie biete beste Voraussetzungen, um Menschenmengen zum Gehen über die Höhen des Remstals oder entlang des Flüsschens zu ermutigen. „Rund um Fellbach und im Remstal gibt es wunderbare Wandermöglichkeiten, die wir in den vergangenen Jahren durch die Gartenschau neu ausgebaut und miteinander vernetzt haben“, betonen Rauchfuß und Zull. Zudem sei gewährleistet, dass die Wanderer ihren Sport mit Ausflügen in die Kulinarik verbinden können und sich vom Besen bis zu den Sternerestaurants viele Ziele und Zwischenstopps anbieten. Neben der kulinarischen Infrastruktur habe aber auch die gute verkehrstechnische Anbindung des Remstals die Delegierten überzeugt. Die Gartenschau habe das Remstal als Erholungsgebiet und als touristisches Ziel weiter gefördert, ist der Vorsitzende des Albvereins überzeugt. Die zahlreichen Attraktionen, die mit dem Gartenevent entstanden sind, laden zusätzlich zur Landschaft mit Weinbergen und Streuobstwiesen zum Entdecken ein.

Wandern ist Trendsport. Auch immer mehr junge Leute setzten auf den Frischluftgenuss. Zwischen 30 000 und 50 000 Wanderfreunde treffen sich zum jährlich vom Deutschen Wanderverband veranstalteten Wandertag. Beim diesjährigen Wandertag im sauerländischen Winterberg nahm die Fellbacher Oberbürgermeisterin zusammen mit den Delegierten des Schwäbischen Albvereins schon mal die Atmosphäre in sich auf. „Eine tolle Stimmung“, stellte sie fest. Jeder zehnte Deutsche gibt Wandern als seine beliebteste Freizeitbeschäftigung an. Damit liegt die Freiluftaktivität laut dem Statistischen Bundesamt noch vor den Sportarten Joggen und Fahrrad fahren.

Der jährliche Wandertag wird seit über 100 Jahren vom Verband zusammen mit dem jeweiligen örtlichen Wanderverein ausgerichtet. Die Veranstaltung findet stets im Sommer in einer anderen Wanderregion Deutschlands statt. In Württemberg gab es das Großereignis zuletzt 1977 mit Reutlingen und der Schwäbischen Alb. Stuttgart war 1938 Ausrichter. In drei Jahren nun wird Fellbach Hauptstadt des Wanderns werden. Rund um den Hausberg der Stadt werden dann die zahlreichen Begleitveranstaltungen stattfinden. Geplant sind zahlreiche Führungen, Vorträge oder Konzerte und insbesondere die zentrale Eröffnungsfeier. Höhepunkt wäre der Festumzug – ähnlich wie beim Fellbacher Herbst – mit vielen Wandergruppen aus der ganzen Republik. Die Gesamtkosten für das Ereignis werden auf rund 500 000 Euro beziffert, Fellbach müsste dazu etwa 175 000 Euro beisteuern. Das Land Baden-Württemberg will sich zur Hälfte beteiligen und hat einen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro in Aussicht gestellt. red

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