Zum tödlichen Unfalll im Seeblickwetg gibt es noch keinen Prozesstermin am Amtsgericht. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Der tödliche Unfall im Seeblickweg vom März beschäftigt das Amtsgericht. Das Gericht hat nun ein medizinisches Gutachten beantragt, deshalb gibt es noch keinen Verhandlungstermin.

HofenDer tödliche Unfall im Seeblickweg im März beschäftigt das Amtsgericht Bad Cannstatt seit Herbst. Doch einen Verhandlungstermin gibt es bislang nicht, wie der stellvertretende Leiter des Amtsgerichts, Florian Bollacher, erklärt: „Das Gericht hat in dieser Sache zur Ermittlung der Unfallursache ein medizinisches Sachverständigengutachten betreffend den Angeschuldigten in Auftrag gegeben. Von dem Ergebnis dieses Gutachtens hängt der weitere Verlauf des Verfahrens ab“, erläutert Bollacher auf Nachfrage.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte vor ein paar Wochen gegen den Unglücksfahrer Anklage zum Amtsgericht Bad Cannstatt erhoben. „Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen und dadurch den Tod eines anderen Menschen fahrlässig verursacht zu haben, strafbar als fahrlässige Tötung“, erklärte dazu Staatsanwalt Heiner Römhild auf Nachfrage. Das Amtsgericht hat nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden und gegebenenfalls Termine zur Hauptverhandlung zu bestimmen.

So ist es über all die Monate völlig unklar, wie es zu dem tödlichen Unfall am 12. März im Seeblickweg gekommen ist, bei dem eine 80-jährige Frau auf der Mittelinsel von einem Auto erfasst wurde und starb. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst ein Gutachten und die restlichen Unterlagen der Polizei erhalten. Dann hatte der Anwalt des Autofahrers Akteneinsicht und Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor es jetzt zur Anklage durch die Staatsanwaltschaft kam.

Im Seeblickweg hatte es in den vergangenen Jahren mehrere tödliche Unfälle in dem Bereich gegeben. Und der Bezirksbeirat hatte schon seit längerer Zeit hier eine Verkehrslösung gefordert, die das Überqueren der Straße für Passanten sicherer macht. Ein Kreisverkehr wird seit vielen Jahren geplant. Doch die Bürger und der Bezirksbeirat verlangten jetzt eine rasche Lösung. In der Folge hatte die Stadt Stuttgart reagiert und dort eine Ampelanlage eingerichtet, um auf die gefährliche Situation für Fußgänger zu reagieren an der Ecke Seeblickweg/Benzenäckerstraße/Kochelseeweg. Auch wurden kürzlich im Seeblickweg zudem noch stationäre Blitzer aufgestellt. Die Stadt Stuttgart plant zudem in dem Kreuzungsbereich einen Kreisverkehr. Dieser soll, wenn es mit der Finanzierung klappt, im kommenden Jahr gebaut werden.

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