Melanie Keck von der Weinstube Zaiß Foto: seb - seb

Unbekannte wüten auf Sternenmarkt

Bad CannstattUnbekannte haben am Freitagfrüh auf dem Cannstatter Weihnachtsmarkt, dem Sternenmarkt, vier Stände aufgebrochen. Viel Beute haben sie allerdings nicht gemacht. Um sich Zutritt zu verschaffen, rissen sie die Holzabdeckungen der Buden ab, traten diese ein oder hebelten Scharniere auf. An zwei weiteren Hütten blieb es nur beim Versuch. Die Täter waren nach ersten Ermittlungen wohl gegen 1.30 Uhr unterwegs. Aufgefallen waren die aufgebrochenen Stände einer Polizeistreife, die wenig später in der Marktstraße unterwegs war.

„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Michael Schmücker, Betreiber des Stands Schmücker’s Ox. „Die Täter haben in der Hütte nicht randaliert, sondern sich wohl nur schnell umgeschaut, ob etwas zu holen ist. Um Einbrechern zu signalisieren, dass dem nicht so ist, lassen wir die Registrierkasse nachts immer offen stehen.“ Ganz ohne Beute sind die Unbekannten dennoch nicht geflüchtet. „Sie haben sich ein Vesper mitgenommen.“ Neben einem Leatherman, also einem Multifunktionswerkzeug, fehlte eine Kiste mit Brötchen und eine Kiste Saft. „Unsere größte Sorge war, dass die Hygiene unter dem Einbruch leidet.“ Daher habe man das Geschirr ausgetauscht und ordentlich durchgeputzt.

Auch Andreas Zaiß von der Weinstube Zaiß lässt nachts niemals Geld in seinem Stand am Erbsenbrunnen zurück. Dennoch sorgte er am Freitagabend vor. „Ich werde das Holzbrett verstärken. Zum Glück haben sie innen nichts kaputtgemacht. Es fehlt nichts.“ Awura Pfänder kann schon wieder lachen. In ihren Stand, an dem ghanaische Spezialitäten angeboten werden, wurde ebenfalls eingebrochen, alles durchsucht und eine Geldkassette gestohlen. „Sie war allerdings leer, somit hält sich der Schaden in Grenzen.“ Ihr Ehemann habe den Schaden am Hintereingang bereits repariert, sie während dessen alles aufgeräumt und schließlich wieder geöffnet. Allerdings nicht wie gewohnt um 11 Uhr. „Die Polizei hat die Spuren gesichert und die Stände erst gegen Mittag wieder freigegeben.“ seb

Zeugen werden gebeten, sich an die Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers 6 Martin-Luther-Straße unter der Rufnummer 8990 3600 zu wenden

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: