Arvid Blume, Jan Haas und Frank Lescher (v.li.) begutachten das Trafohäuschen in der Neckartalstraße, welches künstlerisch verschönert wurde. Foto: Frey - Frey

Die Stuttgart Netze haben das Trafohäuschen in Münster am Viadukt von einem Künstler verschönern lassen. Damit wollen sie weitere Graffiti-Schmierereien verhindern.

Münster Das Transformatorenhäuschen der Stuttgarter Netze in der Neckartalstraße 276 beim Müllheizkraftwerk Münster wird derzeit künstlerisch verschönert. Aktiv ist der Künstler Jan Haas im Auftrag der Stuttgart Netze seit einigen Tagen im Einsatz. Am kommenden Freitag will er mit dem Kunstwerk am Haus fertig sein. In Stuttgart gibt es etwa 1000 Trafohäuser, wie Arvid Blume, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze erklärt. Nun sollen punktuell, wo es sich anbiete, die Häuschen verschönert werden, um wilde Graffiti-Schmierereien zu verhindern, so Blume. Wichtig war den Stuttgarter Netzen, dass bei der künstlerischen Gestaltung lokale Themen aufgegriffen werden. „Ich sehe mich als Maler“, sagt Haas. Er komme aus der Graffiti-Szene. Am Ende entscheide die Gesellschaft, was Kunst sei, so Haas. Auf das Trafohäuschen hat er lokale Motive wie das Viadukt und die Weinberge gemalt. Auf einer Seite ist ein großer Schwan zu sehen, auf der anderen Seite ein Spatz, an der dritten Seite ist ein Eichhörnchen. „Das habe ich beim Malen hier beobachtet“, sagt Haas. Und so ist es nun auf der Hauswand malerisch verewigt worden. Diese Woche soll das vierseitige Bild fertig werden, plant der Künstler. Allerdings hänge es vom Wetter ab. Zu feucht dürfe es nicht sein. Die Auftraggeber jedenfalls zeigten sich beim Vor-Ort-Termin sehr zufrieden mit der künstlerischen Ausgestaltung. Im Stuttgarter Osten gibt es auch eine weitere Planung zur Verschönerung eines Trafohäuschens in der Ostendstraße, erklärt Moritz Oehl, Sprecher der Stuttgart Netze. Dort wird das Projekt im Bezirksbeirat Ost vorgestellt.

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