Hier werden Vorschläge aufgenommen, auch bei der Werkstatt am 21. September. Quelle: Unbekannt

Im Hallschlag gibt es einen roten Faden, gezogen vom Stadtteilmanagement. Er soll auf die Projekte der Sozialen Stadt Hallschlag aufmerksam machen und für die nächste Planungswerkstatt werben.

Bad CannstattEin Roter Faden verläuft seit Mittwoch durch den Hallschlag. Mit einer besonderen Aktion hat das Stadtteilmanagement im Hallschlag auf eine Planungswerkstatt aufmerksam gemacht, die am 21. September um 14 Uhr geben startet, bei der sich Bürger beteiligen können. Mit der Aktion „Roter Faden durch den Hallschlag“ wurde auf einer Länge von 2,5 Kilometern ein roter Verbindungsstrich auf die Straße gebracht mit einem Kreidespray, wie Andreas Böhler vom Stadtteilmanagement Hallschlag berichtet.

Bei der Aktion sind Fragen auf die Straße angebracht worden, wie beispielsweise Wie wollen wir von A nach B kommen? Welche sozialen und kulturellen Angebote braucht es? Wie sollen Plätze und Grünflächen aussehen? Wie wollen wir wohnen? Und auf auf den Infostand wurde verwiesen. Beim Infostand konnten dann wiederum mit einem roten Faden Begriffe zur Frage „Der Hallschlag ist für mich…“ verbunden werden. Die Aktion fand von 11 bis 18 Uhr am neuen Generationenhaus statt.

„Die rote Markierung, die sich jetzt durch den öffentlichen Raum zieht, soll an den ‚roten Faden’ als gelungene Stadtteilentwicklung erinnern der letzten Jahre im Hallschlag“, so Böhler. Zusätzlich gibt es Textfelder mit Schablonen entlang der Markierung. Das Stadtteilmanagement erinnert daran, dass seit 2007 die Mittel der Stadterneuerung mit dem Programm Soziale Stadt Veränderungen im Hallschlag bewirken. „Das 2009/10 mit breit angelegter Bürgerbeteiligung entstandene Freiraumkonzept ist heute weitgehend umgesetzt“, stellt Regina Erben vom Stadtteilmanagement fest. Die früher als Nachteil empfundene Insellage auf dem Hochplateau habe sich zum Vorteil gewendet. Der Hallschlag biete als gut durchgrünte Siedlung zahlreiche attraktive Freiflächen für Spiel, Sport und Naherholung. Für die schnelle Anbindung an die Innenstadt sorge seit 2014 im 10-Minuten-Takt die Stadtbahnlinie U12, die seit 2017 weiter ins Neckartal und bis Remseck führe.

Auch Verkehrsflächen seien bereits in größerem Umfang umgestaltet worden. Die Inbetriebnahme des Rosensteintunnels werde den parallel zur B27 durch den Hallschlag verlaufenden Pendelverkehr Richtung Ludwigsburg reduzieren, so Erben. Die meisten Investitionen in den vergangenen Jahren betrafen die Modernisierung und den Neubau von Wohnungen und Gemeinbedarfseinrichtungen.

Für die städtebauliche Entwicklung des Hallschlag in den kommenden 10 bis 15 Jahren wurde nun mit der Entwicklung eines neuen Rahmenplans begonnen. Mit der Aufgabe wurden Büros beauftragt, die Arbeitsgemeinschaft aus ORplan, lohrberg stadtlandschaftsarchitektur und R+T Verkehrsplanung GmbH.

Seit Anfang des Jahres haben sie den Stadtteil insgesamt analysiert, Teilbereiche vertieft betrachtet und einen ersten Entwurf des Rahmenplans erarbeitet. Im Planungsworkshop werde der Entwurf den Bürgern vorgestellt. Fragen zur Entwicklung des Quartiers werden diskutiert:

Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Was brauchen wir an kulturellen Angeboten? Was sind die Bedürfnisse bezüglich Mobilität? Wie sollen weitere Freiflächen und Plätze gestaltet werden? Wo werden Flächen für den Gemeinbedarf gebraucht, beispielsweise für die Weiterentwicklung von Kitas? Wie sich die Menschen die Entwicklung ihrer Stadtteile Hallschlag, Altenburg und Birkenäcker vorstellen, wird sicher weitere Fragen aufwerfen.

Interessierte sind eingeladen, am Workshop teilzunehmen und ihre Vorstellungen einzubringen. Die Ergebnisse werden in die Ausarbeitung des Rahmenplans einfließen. Ebenso werden einzelne Bereiche bis zur Entwicklung von Testplanungen ausgearbeitet. Das Programm Soziale Stadt wird mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land bezuschusst und wurde für den Hallschlag zuletzt bis zum Jahr 2022 verlängert und seit 2007 mit insgesamt 19 Millionen Euro ausgestattet. „Der Rahmenplan soll die weitere städtebauliche Entwicklung des Hallschlag auch nach dem Ende des Programms sichern, aber auch Grundlage für Projekte sein, die noch im Programm zu realisieren sind“, so Erben. Die Teilnehmer des Workshops können auch das neue Generationenhaus kennenlernen: Den Neubau für die gesellschaftliche Mitte des Quartiers, das sichtbare Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen. Der Planungsworkshop findet im Generationenhaus Hallschlag, Am Römerkastell 69, am 21. September von 14 bis 18 Uhr statt. Infos unter www.zukunft-hallschlag.de.

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