Der Wallmerspielplatz soll grundlegend erneuert werden. Bislang stehen nur für den ersten Bauabschnitt Mittel zur Verfügung. Foto: Steegmüller - Steegmüller

Der Wallmerspielplatz soll schöner werden: In einem ersten Schritt ist die Neugestaltung des Kleinkinderbereichs geplant. Für weitere 695 000 Euro sollen Bolzplatz und Jugendaktionsbereich folgen.

Untertürkheim D as Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) der Stadt Stuttgart will den Spiel- und Bolzplatz in der Wallmerstraße „in einem Guss“ erneuern. Die Mittel dafür – immerhin 695 000 Euro für Planung und Bau – soll der Gemeinderat in den Haushaltsberatungen Ende das Jahres bewilligen. Dann könnte im Jahr 2021 der zweite Bauabschnitt umgesetzt werden. Das Untertürkheimer Projekt ist eines von fünf im Stadtgebiet, für die das GFF zusätzliche Investitionsmittel erbittet.

Das aus einem Spielbereich und zwei Bolzplätzen bestehende Areal entspricht von der Konzeption her einer Anlage aus den 1960er-Jahren. Einer der Bolzplätze wird derzeit als Standort für Interimscontainer der Kita Storchennest genutzt. Deren Nutzung endet jedoch 2020. Das eröffnet die Möglichkeit, die rund 5100 Quadratmeter großen Fläche zeitgemäß umzugestalten. Im Rathaus räumt man ein: Viele Spielflächen würden heutigen Ansprüchen nicht mehr entsprechen. Moderne Spielgeräte und Materialien, neue Spielabläufe, geänderte Leitlinien einer gesunden Kindesentwicklung und gesetzliche Vorgaben zur Verkehrssicherheit würden Neugestaltungen erfordern.

Nachdem im Oktober vergangenen Jahres zusammen mit dem Jugendamt eine Kinderbeteiligung durchgeführt wurde, liegen nun konkrete Ideen für den Wallmer vor. Die Planung beinhaltet eine Abfolge von Kleinkinderbereich, Jugendaktionsbereich und Bolzplatz. Schwerpunktthema ist Inklusion – alle Bereiche sollen barrierefrei erreichbar und vielfältig nutzbar sein. Unter anderem sind eine Kletterpyramide mit Riesenrutsche, eine Seilbahn und eine „Calisthenics“-Fitnessanlage vorgesehen. Zunächst soll im nächsten Jahr der Kleinkinderbereich mit Rampen erschlossen und das Spielangebot ertüchtigt werden – dafür hat der Gemeinderat bereits 200 000 Euro bewilligt. Im zweiten Schritt soll der Jugendbereich samt Bolzplatz folgen.

Es ist nicht das einzige Vorhaben in den oberen Neckarvororten, dass das GFF im nächsten Doppelhaushalt der Stadt berücksichtigt sehen möchte. Auch für den Ersatz von Spielgeräten werden zusätzliche 1,2 Millionen Euro beantragt. Denn die bisherige Investitionspauschale in Höhe von 1,8 Millionen Euro ist aus Sicht des Amts „nicht auskömmlich, um angemessen und werterhaltend die rund 615 Spielflächen Stuttgarts dauerhaft zu sichern und den aktuellen Bedarf an Ersatzmaßnahmen und Sanierungen zu realisieren“, erläutert Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau in der entsprechenden Mitteilungsvorlage. Darin aufgelistet sind 47 Spielflächen mit „erhöhter Dringlichkeit“ (Prio 1) und weitere 27, bei denen „Dringlichkeit“ besteht.

Viele Spielplätze werden erneuert

Zu den Prio-1-Maßnahmen, die 2020 umgesetzt werden sollen, gehören zum Beispiel in Untertürkheim der Spielplatz in der Lotharstraße und In der Au, wo Teile erneuert werden müssen, sowie der Spielplatz in der Uhlbacher Straße, wo Handlungsbedarf bei Treppen und Mauern besteht. In die Kategorie Prio 2 wurden in Untertürkheim die Spielplätze Stubaier Straße (Erneuerung Wipptier und Fallschutzbelag), Nägelesäcker (neue Tischtennisplatte) und Strümpfelbacher Straße (Wegeverbesserung) eingeordnet, ebenso der Spielplatz Dinkelacker Straße in Obertürkheim (neue Tischtennisplatte). Die Maßnahmen dort sind 2021 geplant.

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