Vor der Pizzeria in der Brunnenstraße türmt sich seit rund zwei Wochen der Sperrmüll. Das Restaurant zieht in die Brählesgasse um. Foto: Sebastian Steegmüller - Sebastian Steegmüller

Hinter der Stadtkirche Bad Cannstatt häufen sich die Müllberge an – Abfuhr ist für 2. Januar bestellt

Bad CannstattSchon vor Weihnachten hat sich in der Brunnenstraße, nur einen Steinwurf von der Stadtkirche entfernt, der Sperrmüll aufgetürmt. „Es ist wirklich kein schöner Anblick“, sagt eine Anwohnerin. „Fußgänger müssen teilweise auf die Straße ausweichen.“ Sie kritisiert, dass diese „Schweinerei“ dem Gesamtbild der Altstadt schade, schließlich sei sie auch Besuchern des Sternenmarkts und der Kirche aufgefallen. „Dem Bezirksamt Bad Cannstatt dürfte dies doch auch nicht entgangen sein?“

Tommaso Trolio, der Betreiber des Restaurants San Gennaro, hat den Sperrmüll für den 2. Januar per Express angemeldet und „bislang nur wenige Sachen rausgestellt“, so der Italiener. Der Berg sei dennoch von Tag zu Tag angewachsen. Ein Blick in den alten Gastraum unterstreicht diese Aussage: Er ist noch komplett möbliert. „Vieles ist von anderen“, so Trolio, der seine Wirtschaft derzeit von der Brunnenstraße 11 in die Brählesgasse 12 umzieht. „Wir brauchen aber noch etwas, bis wir wieder eröffnen. Mindestens eine Woche.“

Für Axel Tadix vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) ist es der Klassiker. „Der Sperrmüll wurde viel zu früh rausgestellt“, so der stellvertretende Betriebsstellenleiter, der für die Disposition von 23 Fahrzeugen zuständig ist. Maximal einen Tag vor dem Termin sei die Vorgabe der Stadt. Immerhin: Weil Trolio wusste, dass er mehr als drei Kubikmeter Sperrmüll – das ist die Obergrenze für eine normale Anmeldung – hat, habe er sich beim Kundencenter der AWS gemeldet und auf 15 Kubikmeter erhöht.

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