Eltern und Schüler haben am Mittwochmorgen in der Veitstraße und zwei weiteren Standorten gegen Schleichverkehr protestiert. Foto: privat - privat

In Mühlhausen hat sich Protest formiert gegen den Schleichverkehr und für sichere Schulwege. Sie fordern jetzt Maßnahmen von der Stadt und mehr Rücksicht durch die Autofahrer.

Mühlhausen Dass sich in Mühlhausen die Schüler nicht sicher fühlen, ist schon seit längerer Zeit in der Diskussion. So gab es vor einiger Zeit Probleme in der Straße im Weidenbrunnen und der Veitstraße. So hatte es bereits im Februar 2013 Proteste von Anwohnern gegeben mit einer Unterschriftenliste.

Anwohner der Nachbargemeinschaft Oberer Weidenbrunnen hatten damals der Stadtverwaltung, dem Bezirksbeirat Mühlhausen und den Betreuungsstadträten 70 Unterschriften übermittelt mit einem Schreiben, in dem sie auf die gefährliche Verkehrssituation im Weidenbrunnen aufmerksam machten und Verbesserungen forderten. Die Verkehrsprobleme im oberen Weidenbrunnen hatten sich verschärft, als vor den Engstellen die Halteverbote eingerichtet wurden. Diese Halteverbote hatten zu einem geänderten Parkverhalten geführt. Im Weidenbrunnen fuhren Autofahrer immer wieder beim Ausweichverkehr auf die Gehwege. Eine Umorganisation der Parkplätze und Einrichtung von Halteverboten schuf Linderung. „Es war eine effektive Maßnahme, wir sind zufrieden“, sagt Stefan Betsch.

Er hat nun am Mittwoch mit Ulrike Schleicher und anderen Eltern den aktuellen Protest für mehr Schulwegsicherheit organisiert. Seine beiden Kinder im Alter von sieben und neun Jahren besuchen die Grundschule Mühlhausen. An drei Stellen hatten sich die Protestgruppen formiert: in der Veitstraße am Friedhof, bei der Apotheke an der Ecke Meierberg bei der Einmündung in die Eybgasse und am Zebrastreifen vor der Schule bei der Straße Am Weidenbrunnen in der Aldinger Straße. Dort war Jasmin Beham mit dabei. Die Mutter zweier Kinder sagt: „Es geht hier darum, dass mehr Rücksicht genommen wird und um die Verantwortung jedes einzelnen.“ Es wurden Plakate hoch gehalten. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen, so Beham. Die Autofahrer seien langsam gefahren. Zwei Autofahrer hätten allerdings den Zebrastreifen überfahren.

In der Veitstraße haben ebenfalls Eltern und Schüler Plakate mit der Bitte um Rücksichtnahme hoch gehalten. Der Protest richtete sich gegen die illegale Benutzung der Veitstraße als Anliegerstraße, so Betsch. Er hat festgestellt, dass in der Eybgasse von unten kommend ein Anliegerschild fehlt. Das will er noch der Stadt melden. Die Aktion habe viel Zustimmung erfahren, so Betsch. Die Plakate wurden im Anschluss an die Masten gehängt. Die Protestierenden hätten sich auch schon bei den laufenden Verfahren zum Verkehrsstrukturplan der Stadt beteiligt. Doch sie wollen jetzt eine Lösung. „Wir können nicht warten, bis in zehn Jahren umstrukturiert wird und unsere Kinder dann auf der Uni sind“, so Betsch. Die Eltern wollen jetzt wirksame Maßnahmen. Sie fordern, dass nicht mehr so schnell gefahren wird. Als sinnvolle Maßnahme sei die neue Beleuchtung am Zebrastreifen vor der Grundschule. Ansonsten sieht Betsch, dass Protestschilder etwas bringen, wie sie jetzt gemalt und geschrieben wurden. Auch würden sich die Eltern freuen, wenn es Ordnungskräfte gebe, die kontrollierten und den Autofahrern ins Gewissen redeten. Betsch hat festgestellt, dass die Erhebungen, die zum Langsamfahren in der Veitstraße gebaut wurden, nichts bringen würden. Die Eltern fordern deshalb nun von der Stadt Lösungen

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