Vom Keltervorplatz nur wenige Meter entfernt: In der Ulmer Straße unweit der Inselstraßenkreuzung sollen die Altglascontainer aufgestellt werden. Foto: Mathias Kuhn - Mathias Kuhn

Die Altglascontainer vor der Wangener Kelter werden vermutlich bald versetzt. Sie kommen einige Meter weiter in Richtung Ulmer-/Inselstraße verschoben. Der Keltervorplatz wird aufgeräumter.

WangenDie Altglascontainer vor der Wangener Kelter sind vielen Wangenern ein Dorn im Auge. Sie stehen im Blickfeld des Eingangs zum Eberhard-Ludwig-Saal. In ihm werden Paare feierlich getraut. „Wenn dann die Festgemeinde freudig aus der Tür tritt und vielleicht einen kleinen Sektempfang vor der Kelter geplant hat, schauen sie oft auf verschmutzte Abfallhaufen“, ärgert sich Bezirksvorsteherin Beate Dietrich. Vor allem, wenn die Altglascontainer überquellen, weil sie nicht rechtzeitig geleert werden, stellen Verbraucherinnen und Verbraucher Flaschen neben oder auf die Tonnen. Auch andere Glasgegenstände, Kleidersäcke und Normalmüll werden neben den Behältern abgestellt. „Die Vermüllung trübt die feierliche Stimmung nach der Trauung erheblich“, bedauert Dietrich. Auch bei Veranstaltungen in der Kelter stören die grau-blauen Tonnen. Sie sind ein Schandfleck für den Ortskern, sind sich die Bezirksbeiräte seit Langem einig.

Nicht nur die Lokalpolitiker, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich im Rahmen der verschiedenen Projekte Gedanken über die Umgestaltung des Keltervorplatzes machen, haben nur ein Ziel: Die Glascontainer müssen weg, an einem anderen Standort aufgestellt werden, um Flächen für Begegnungen zu gewinnen. Die Bezirksbeiräte begaben sich auf die Suche und unterbreiteten geeignete Standortvorschläge, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. So muss der neue Stellplatz von einem Speziallastwagen angefahren werden können. Dieser muss da die Container entleeren können. Günstigerweise sollte der Standort von Verbrauchern gut frequentiert sein, damit diese auf dem Weg zum Einkauf ihre Flaschen entsorgen können, und natürlich darf er niemand im Weg stehen oder Anwohner stören.

Die Stadt hat im Oktober einem Standort zugestimmt: Die Altglascontainer sollen einige Meter weiter in der Ulmer Straße aufgestellt werden, und zwar auf dem Gehweg gegenüber der Hajek-Skulptur. Durch den Rewe-, den türkischen Lebensmittelmarkt und die Apotheke in unmittelbarer Umgebung müssen die Verbraucher keinen großen Umweg in Kauf nehmen. Platz ist vorhanden und es werde keine Ausfahrt versperrt. „Allerdings müssen die städtischen Ämter noch einige Vorbereitungen treffen“, sagt Bezirksvorsteherin Beate Dietrich. So muss beispielsweise die Stellfläche für den Behinderten-Parkplatz verlegt werden. Ein Nebeneffekt: Die Altglascontainer verhindern, dass auf dem Gehweg illegal geparkt werden kann.

„Sobald der Keltervorplatz von den Containern befreit ist, können wir uns überlegen, ob wir die Stadtmöbel wieder vor der Kelter platzieren“, sagt Dietrich. Ehrenamtliche hatten im Sommer aus einfachen Paletten eine kunstvolle Sitzlandschaft konstruiert. Sie stand an der Ecke Ulmer-/ Saulgauer Straße und wurde von Fußgängern gerne genutzt. Sie war ein Treffpunkt, musste jedoch verschoben werden und steht nun am ehemaligen Gasthaus Lamm. Als erster Schritt zur lange ersehnten Verschönerung der Ortsmitte könnte die Bank vorübergehend den Platz der Glascontainer einnehmen.

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