Das Wein- und Brezelfest erfreut sich großer Beliebtheit. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stutt - Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart

Das Wein- und Brezelfest auf dem Marktplatz musste an drei von vier Veranstaltungstagen mit Regen klarkommen. Dich die Besucher ließen sich nicht abhalten und rückten zusammen.

Bad CannstattEs spricht für das Wein- und Brezelfest, dass auch ein Regenschauer die Besucher nicht abhalten und die Stimmung trüben kann. Nach vielversprechendem Auftakt am Donnerstag und einem vollen Marktplatz zum Start am Freitagabend setzte heftiges Gewitter ein. Und was machen die Besucher? Sie rückten zusammen, wurden in die Verkaufsstände der Weinbrunnen gelassen oder stellten sich unter das Vordach des Bürgerbüros. Grafiker Hanns Lohrer, der Mitbegründer des Wein- und Brezelfestes 1970, hätte seine wahre Freude gehabt. Denn er wollte, dass sich bei der Veranstaltung Nachbarn treffen, zusammenrücken und sich kennenlernen. Beim diesjährigen Wein- und Brezelfest wurde es in die Tat umgesetzt.

Auch am Samstag, als zur SWR3-Party gerufen wurde, blieb es von oben nicht trocken. DJ Michael Leupold ließ sich nicht beirren und sorgte für Stimmung. Auch da rückten die Besucher zusammen. Es wurde sogar im Regen getanzt. „Das zeigt uns, dass es richtig war, die Traditionsveranstaltung wieder zum Leben zu erwecken“, sagt Christian List, der 2016 mit dem Weinfactum und dem Weingut Zaißerei zwei Mitstreiter fand, um sein Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Vier Tage lang wurde 2016 das Wein- und Brezelfest der „Neuzeit“ gefeiert. Das Wagnis wurde belohnt, der Zuspruch war vielversprechend, die Organisatoren mit dem Besucherzuspruch zufrieden. Seitdem wird immer am ersten Sommerferienwochenende von Donnerstag bis Sonntag auf den Marktplatz geladen.

Für die frischen Brezeln sorgt die Bäckerei Sailer vorort. Laufend wurden frische Brezeln gebacken. Sehr beliebt waren in diesem Jahr die Pfefferbrezeln, die nur während der Veranstaltung im Sortiment sind. In diesem Jahr wurde auch dem Besucherwunsch nachgekommen und Bier ausgeschenkt. Das soll im kommenden Jahr beibehalten werden. Auch das Musikkonzept kam an.

Es sei natürlich schade, wenn es an drei von vier Veranstaltungstagen regnet, aber damit müsse man klarkommen. Kritisch sei es am Freitag durch das kurze, aber heftige Unwetter gewesen. „Da mussten wir aus Sicherheitsgründen unterbrechen.“ Die großen Schirme wurden zugemacht. „Da sorgte zwar bei einigen für Unverständnis, aber es soll ja niemand zu Schaden kommen“, so List.

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