Die Arbeiten am Leuze-Steg gehen in die Endphase. Foto: Landeshauptstadt/Tiefbauamt - Landeshauptstadt/Tiefbauamt

Die direkte Verbindung zwischen Mineralbad und Rosensteinpark wird nach fünf Jahren wieder freigegeben. Projektleiter für den Rosentsteintunnel berichten über den aktuellen Baustand.

Bad CannstattGute Nachricht für Radfahrer und Fußgänger. Die direkte Verbindung zwischen dem Mineralbad Leuze und dem Rosensteinpark, Leuze- oder auch Rosensteinsteg genannt, wird am 18. Dezember wieder freigegeben. Damit entfallen die zum Teil weiten Umwege. Der Steg war im Zuge der Arbeiten für den Rosensteintunnel vor fünf Jahren gesperrt und teilweise abgerissen worden. Georg Wilhelm und Claus-Dieter Hauck, Projektleiter beim Tiefbauamt für den Rosensteintunnel, haben den Bezirksbeirat Bad Cannstatt über den aktuellen Stand des Bauprojekts informiert.

Am Wochenende 9. und 10. November wurden die fehlenden Teile wieder eingesetzt und seitdem an der Fertigstellung gearbeitet. „Es hat alles gut geklappt“, berichtet Wilhelm. Unter dem Steg wird emsig am Kurztunnel gearbeitet, der Mitte kommenden Jahres in Betrieb gehen soll. Ab Januar beginnen die Aushubarbeiten die B10-/B14-Verbindung unter dem Leuze Mineralbad, die dritte Röhre. Bis Mitte kommenden Jahres soll der komplette Aushub abgeschlossen sein. Im Frühjahr werden im Bereich der Uferstraßen Straßenbauarbeiten durchgeführt. Die direkte B10-/B14-Verbindung soll 2024 nutzbar sein.

Drei Jahre früher, Mitte 2021, sollen die ersten Fahrzeuge durch den Rosensteintunnel fahren können. „Die Inbetriebnahme des Rosensteintunnels kann unabhängig von der baulichen Fertigstellung der Verbindung am Leuze erfolgen“, so Wilhelm. Für einen Termin warben die beiden Projektvertreter bereits jetzt: Am 28. Juni kommenden Jahres steht ein Tag der offenen Baustelle auf dem Programm, zusammen mit dem Bahnprojekt Stuttgart 21. Dann sollen der Rosensteintunnel, ein Teil des neuen Bahntunnels und die neue Eisenbahnbrücke über den Neckar begehbar sein.

Im Tunnel erfolgt jetzt der technische Ausbau, in der Pragstraße werden Straßenbauarbeiten durchgeführt, Flächen asphaltiert und bis April Leitungen verlegt. Ab Mai wird die B 10 auf den dann fertigen Tunnel verlegt, beginnen die Rohbauarbeiten für das Trogbauwerk. Nach dem Ende des Christmas Garden in der Wilhelma kommen die Stadtbahngleise in ihre endgültige Lage. Im Januar beginnen die Straßen- und Kanalarbeiten in der Neckartalstraße.

Im Frühjahr 2021 wird der neue Fußgängersteg installiert, als Ersatz für den Elefantensteg. Die Anbindung in den Rosensteinpark erfolgt über eine provisorische Treppenanlage. Dafür wird die Fußgängerbrücke an der Wilhelma verwendet. Der Bezirksbeirat kritisierte, dass die provisorische Treppenanlage als nicht barrierefrei. „Die endgültige Lösung und Parkanbindung über eine horizontale Wegeführung kann erst nach Fertigstellung des Projekts Stuttgart 21 erfolgen“, erläutert Hauck. Er nahm auch die Kritik von Grünen-Bezirksbeirat Peter Mielert mit, der den Planungsstand der Begleitmaßnahmen vermisste, der aber versprochen worden war. Auch Roland Schmid (CDU) setzt nach Fertigstellung des Rosensteintunnels auf viele positiven Veränderungen für den Stadtbezirk. Dafür könne man sich im kommenden Jahr Zeit nehmen. Viele der Maßnahmen, darunter auch die für den Radverkehr, ließen sich erst umsetzen, wenn der Verkehr durch den Tunnel fließt, so Hauck. Nach wie vor gegen das Tunnelprojekt ist Siegfried Deuschle (Die FrAKTION). „Die Maßnahme ist kontraproduktiv und bringt Mehrverkehr für Bad Cannstatt.“

Auch im Schwanenplatztunnel sind die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen. Beleuchtung und Betriebstechnik werden bis zum Sommer kommenden Jahres erneuert – in Nachtarbeiten, um den Verkehrsfluss nicht weiter zu beeinträchtigen.

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