Ex-Regierungssprecher Otto Hauser (li.), Schirmherr des Schaustellertreffs „Zammahocka“, mit Innenminister Thomas Strobl. Quelle: Unbekannt

Auf dem Festplatz gibt es immer ein pralles Abendprogramm. Am Dienstag traten Jürgen Drews, Mickie Krause und die Festzeltstars auf. Zudem feierten vier Traditionsschausteller „Zammahocka“.

Bad CannstattHochbetrieb herrschte am Dienstagabend in den Festzelten. Beim Wasenwirt feierte das Klinikum in geschlossener Gesellschaft und in der Schwabenwelt die Südwestdeutsche Medienholding. Dazu spielten die Wasenstars auf, unter anderem Lorenz Büffel und Madeline Willers. Oli P. hatte abgesagt, wofür es einige Buhs im Zelt hagelte. Auf der Empore hatten vier Schausteller bereits zum siebten Mal zum „Zammahocka“ geladen, Hans-Peter Grandl hatte im Hofbräu-Zelt Mickie Krause auf dem Programm, Peter Brandl Jürgen Drews fürs Fürstenberg-Zelt engagiert. Partyhopping war angesagt. Den ein oder anderen Gast traf man daher an diesem Abend bei mehreren Events an.

Er gilt als König von Mallorca, gibt sich aber sehr volksnah. Jürgen Drews lief vor seinem Auftritt durchs Fürstenberg-Zelt und war natürlich umlagert. Geduldig posierte er überwiegend Frauen für Selfies. Auch auf der Empore beim Essen (halbes Hähnchen mit Salat) lächelte er in jede Kamera, begrüßte seine Fans mit der Ghetto-Faust anstelle eines Handschlages. Eine Frau hatte über den Facebook-Auftritt des Festzeltes ein Meet-and-Greet gewonnen und durfte mit ihren drei Kindern zu „Onkel Jürgen“ an den Tisch sitzen und plaudern. Dieser nahm sich dafür reichlich Zeit, bevor er zu seinem 50-minütigen Auftritt auf die Bühne ging, begleitet von „Jürgen-Jürgen“-Rufen. Es sei schon großartig, auch mit 74 Jahren noch so begrüßt zu werden, verriet beim Hochgehen, aber richtige Live-Auftritte mit Band seien ihm schon noch lieber.

Fürs Zeltgastspiel hatte er einen Techniker dabei, der für die Musik sorgte. Drews sang dazu und spielte Gitarre. Die ersten Akkorde reichten schon, „Ein Bett im Kornfeld“ kannte jeder im Zelt. „Wieder alles im Griff“, „Ich bau dir ein Schloss“, „König von Mallorca“, „Hey, wir woll’n die Eisbär’n sehen“, „Wenn die Wunderkerzen brennen“ – zwischendurch kommunizierte er mit dem Publikum. „Ramona, meine Frau, hat gesagt, ich soll mich anständig anziehen für euch. Deshalb trage ich Anzug.“ Als Zugabe grub er „Mama Lou“ und „Mexico“ aus. „Kennt ihr die Band? In der war ich von 1970 bis ’75.“ Dafür gab er das Medizinstudium auf. „Wir waren zwölf Sängerinnen und Sängern bei Les Humphries. Deswegen wurde ich Schlagersänger. Es macht noch immer unheimlich Spaß.“ Zum Abschied gab es „Ich schenk euch einen Regenbogen“ – und viele Selfies auf dem Weg aus dem Zelt.

Denn Drews wollte noch seinen Mallorca-Buddy Mickie Krause im Hofbräu-Zelt bei dessen Auftritt überraschen, was ihm auch gelang.

Währenddessen feierten die „Traditionsschausteller“ Christian von Berg, Nico Lustnauer, Stefan Kinzler und Lorenz Hirschberg mit 70 Gästen bei Michael Wilhelmer. Als Schirmherr fungierte Ex-Regierungssprecher Otto Hauser. Unter den Gästen waren unter anderem Innenminister Thomas Strobl, der bis zum Schluss da blieb, Herzog Michael von Württemberg, der CDU-Bundestagabgeordnete Stefan Kaufmann, DJ-legende Uwe Sontheimer, Märkte-Geschäftsführer Thomas Lehmann, Brauchtumsexperte Wulf Wager, Gastronom Christian List und Michael Perner (VW).

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