Pfarrer Andreas Krause wird am 13. Oktober in Liebfrauen investiert. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Pfarrer Andreas Krause ist in Bad Cannstatt aufgewachsen. Nun erlebt er einen besonderen Moment: Am 13. Oktober wird er als neuer Pfarrer in Liebfrauen investiert.

Bad CannstattPfarrer Andreas Krause ist quasi zurückgekehrt in die Heimat Bad Cannstatt: Denn hier ist er aufgewachsen, hat in Liebfrauen die Schola besucht, war Jugendleiter und hat dann in Tübingen Theologie studiert. Am Sonntag, 13. Oktober, wird er um 15 Uhr in Liebfrauen als Pfarrer investiert und folgt damit Pfarrer Martin Kneer nach, der in den Ruhestand gegangen ist. Der 49-Jährige leitet seit Oktober die Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar, zu der die Gemeinden St. Martin, St. Peter und Liebfrauen gehören.

Zuletzt war er in der Seelsorgeeinheit in Murrhardt tätig für rund 4000 Seelen, jetzt sind es 14 000 Katholiken der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar. Eine besondere Herausforderung, die Krause gerne annimmt. In St. Rupert ist derzeit noch kein neuer Pfarrer in Sicht. Stück für Stück lebt er sich ein in Bad Cannstatt, welches er aus der Kindheit kennt. Er ist in München geboren, 1972 nach Stuttgart gezogen, von 1975 bis zum Studienbeginn im Jahr 2000 hat er in Bad Cannstatt gewohnt in der Liebfrauengemeinde. Krauses Vater hat Soziologie studiert und in Philosophie promoviert. In Stuttgart war er bei der Pädagogischen Erwachsenenbildung tätig (PAE).

Krause hat im Wilhelmsstift in Tübingen Theologie auf Priesteramt studiert und war dann im Priesterseminar in Rottenburg. Er hat auch Philosophie studiert. Sein Vater hatte einst auch evangelische Theologie studiert und war dann katholisch geworden.

In Bad Cannstatt wurde Krause als Schüler bei Pfarrer Leopold Kurz im Religionsunterricht als „Scholaner“ auserwählt, der singen konnte. Die Kinder wurden in die Gregorianik eingeführt. „Wir trugen weiße Gewänder und zogen so in die Kirche ein und sangen lateinische Proprien.“ Das hat ihn geprägt. Im Religionsunterricht hat er auch schon Schüler von der Gregorianik begeistern können. „Es war meine melodienreichste Zeit“, sagt Krause, der auch Klavier spielen kann und etwas Gitarre. Das Gitarrenspiel lernte er in Ecuador. Dort war er als Missionar auf Zeit. Die Finka, in der er tätig war, hatte Schweine, Rinder, Hühner, eine Werkstätte, eine Autowerkstatt und eine Kleiderbodega. Krause hat in Ecuador selbst Bananen fachmännisch geerntet und ist heute noch Experte für die Früchte, kennt rote, dicke und Cocktailbananen ebenso wie Kochbananen. In seiner Murrhardter Gemeinde hat er eine Partnerschaft mit einer Missionsgemeinde in Ecuador aufgebaut.

Auch heute noch hat er Kontakt nach Ecuador. Auch reist er gerne mit Jugendlichen nach Taizé und würde auch für die Jugendlichen aus Bad Cannstatt und Münster dies anbieten. Auch in der neuen St. Peter-Kirche, die von der räumlichen Gestaltung flexibel ist, kann er sich Taizé-Gebete vorstellen.

Umweltbewusst war Krause auch schon in jungen Jahren. „Das begann in den achtziger Jahren mit dem Aufkommen der Grünen“, sagt er. In Murrhardt war er Impulsgeber für Solardächer auf dem Gemeindezentrum und in Sulzbach auf dem Dach des katholischen Kindergartens und dem Kirchendach. Er fährt Hybrid-Auto und E-Bike und freut sich über seinen „vielfältigen Beruf“.

Die schön renovierte Liebfrauenkirche gefällt ihm auch. Er freut sich auf seine Investitur: „Ich bin immer erst kurzfristig aufgeregt.“ Bereits am Vorabend, Samstag, 12. Oktober, gibt es in St. Ottilia eine Vigil zur Feier der Investitur um 18 Uhr.

Am Sonntag, 13. Oktober, beginnt die Eucharistiefeier zur Investitur von Pfarrer Krause mit Kirchenchor und Kirchenorchester Liebfrauen um 15 Uhr in der Liebfrauenkirche.

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